Harald Triller gibt den Harry Valérien: Sportstudio beim TSV Jestädt

Auf dem grünen Sofa: Die Ehrenmitglieder (vorn, von links) Inge Hartmann, Ingetraut Hesse, Waltraud Höttges, Brigitte Möller, Ehrengard von Nobbe, (hinten, von links) Harald Triller, Hartmut Wollenhaupt, Vorsitzender Christoph Klug, Wolfgang Hiebenthal, Heike Delfs-Fritz.. Foto: Marvin Heinz

In einem gemütlichen Rahmen feierte der Turn- und Sportverein Jestädt am Samstagabend ein etwas anderes Jubiläum.

„Wir wollen die 100-jährige Geschichte, die sich schon ereignisreich darstellt, auf besondere Weise dokumentieren“, erklärte Vorsitzender Christoph Klug. Dieses Vorhaben setzten die Verantwortlichen in eindrucksvoller Manier um. Darum war der Festkommers des 400 Mitglieder starken Vereins aus der Gemeinde Meinhard so besonders.

Aufwendig und mit viel Liebe zum Detail wurde das Dorfgemeinschaftshaus dekoriert. Legendäre Trikots fanden an den Wänden ihren Platz. Alte Bilder und Zeitungsartikel luden die Mitglieder und Freunde des Vereins ein, in Erinnerung zu schwelgen. Junge Menschen nutzten die Gelegenheit und machten eine Zeitreise, indem sie einen Blick in die gut gepflegten Fotoalben warfen. Gleich zu Beginn des Abends gab Kassierer Henrik Stelzner bekannt, dass die Speisen und Getränke kostenfrei sind. „Unsere Mitglieder zahlen Jahr für Jahr ihre Beiträge“, so der 32-jährige Klug, „nun war der perfekte Anlass, um Danke zu sagen.“

Es ist ein Heiligtum vieler Sportfans und vom Samstagabend nicht wegzudenken – das ZDF-Sportstudio. Auch beim Festkommers in Jestädt ertönte „Up to date“ von Thomas Reich, und Harald Triller wandelte auf den Spuren der Moderatorenlegenden Dieter Kürten und Harry Valérien. „Ich freue mich, euch mal nicht vom Mainzer Lerchenberg zu begrüßen, sondern vom Rande des Milchbergs“, freute sich Triller zu Beginn, der keine Schalte nach Oberhof eingebaut hatte und schnell den Bogen zu den Gästen spannte. Mit dem Ehrenvorsitzenden Heinz-Jürgen Kahlfeldt hatte Triller ein echtes Ass im Ärmel. Der ehemalige Vorsitzende (1977 bis 1998) erzählte, dass der Verein auf Initiative des Pfarrers Christoph Herfurth im Jahr 1920 gegründet wurde. Mit Blick auf die Geschichte des Vereins stellte Kahlfeldt fest: „Die Pfarrer haben unseren Verein immer mitgeprägt.“ Als Triller nach der Zukunft des Vereins fragte, überlegte Kahlfeldt nicht lange: „Wenn man so ein junges Team hat, dann kann das nur positiv sein.“

Auf Kahlfeldt folgte 1998 Reinhold Gries als Vorsitzender. Der selbsternannte Bauvorsitzende hatte bis 2016 das Amt inne und investierte in Steine. Das Vereinsheim wurde auf zwei Etagen mit dem integrierten Jugendraum aufgestockt. „Eine immense Eigenleistung unserer Mitglieder machte dies erst möglich“, erzählte Gries, der 3441 Arbeitsstunden zählte. Das Mammutprojekt wurde im Jahr 2012 abgeschlossen. Neben Egon Jahn, der 333 Stunden auf der Baustelle verbrachte, bedankte sich Gries vor allem bei Gitta Möller. „Ohne dich als Kassiererin hätte ich den Bau nicht realisieren können“, sagte Gries, ehe Möller die Gelegenheit nutzte, um alte Fotoalben ihres Mannes Dieter „Ditschi“ Möller an den Verein zu übergeben.

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