Grünes Licht vom Parlament Meinhard

Heimatalm könnte im nächsten Jahr am Ostufer des Werratalsees stehen

Steht im nächsten Jahr am Ostufer des Werratalsees: Die Heimatalm, die einen Sommer am Nordufer des Sees aufgebaut war und zurzeit in Katharinenberg steht, kehrt 2020 an den See zurück. 
+
Steht im nächsten Jahr am Ostufer des Werratalsees: Die Heimatalm, die einen Sommer am Nordufer des Sees aufgebaut war und zurzeit in Katharinenberg steht, kehrt 2020 an den See zurück. 

Die Gemeindevertretung Meinhard hat Grünes Licht für die Heimatalm am Ostufer des Werratalsees gegeben. Außerdem hat sie dem Kauf des Grebendorfer Südflügels eine Absage erteilt.

Die Heimatalm, die im vergangenen Sommer am Eschweger Nordufer des Werratalsees für eine Saison Quartier bezogen hatte, wird wohl dauerhaft am Ostufer bei Schwebda ihren Platz finden. 

Einstimmig sind die Gemeindevertreter Meinhards am Donnerstag dem Antrag des Gemeindevorstandes gefolgt, dass die Heimatalm ab der Saison 2020 zwischen der Zufahrt zur Werra-Nixe und dem Strandkiosk aufgebaut werden soll.

Heimatalm soll am Ostufer vergrößert werden

Der Betreiber Christian Mehler hat bereits eine Bauvoranfrage bei der Gemeindeverwaltung gestellt. Das alpine Gebäude mit Gastronomie und Veranstaltungsprogramm soll am Ostufer noch um einen zusätzlichen Küchentrakt erweitert, die Außenterrasse deutlich vergrößert werden. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte Bürgermeister Gerhold Brill. 

Man wisse darum, dass sowohl der Betreiber der Werranixe als auch der des Naturcamps, Rainer Klippert, das Projekt mehr als kritisch sehen. Klippert, selbst Abgeordneter der SPD-Fraktion, hatte während der Diskussion und der folgenden Abstimmung den Saal verlassen.

„Wir heißen das Projekt sehr willkommen“, sagte Karsten Degenhardt, Fraktionschef der CDU. Zumal es die mobile Bauweise ermögliche, die Hütte im Falle eines Scheiterns einfach wieder abzubauen. 

„Ich würde das Ganze jetzt unternehmerisch sehen und auf Synergien zwischen Heimatalm, Werranixe und Naturcamp setzen. Es ist schön, wenn in Meinhard was passiert.“ Guido Hasecke, parteiloser Vorsitzender der Gemeindevertretung sagte: „Wir sind dankbar für jeden Investor.“

Ankauf des Südflügels des Grebendorfer Schlosses vom Tisch

Mit deutlicher Mehrheit von 14 zu fünf Stimmen haben die Gemeindevertreter am Donnerstag den Ankauf des Südflügels des Grebendorfer Schlosses abgelehnt. Der Ortsbeirat von Grebendorf hatte mit vier zu drei Stimmen für den Ankauf des Gebäudes plädiert. Starker Gegner des Ankaufes des Südflügels ist die ÜWG Meinhard. 

„Natürlich sind wir für den Erhalt des Südflügels, aber nicht zulasten der Steuerzahler“, sagt ÜWG-Fraktionschef Rolf Eyrich. Die Gemeinde habe Investitionsstaus in fast allen Bereichen, verkaufe gemeindeeigene Immobilien, weil in diese investiert werden müsse. „Und dann wollen wir eine Immobilie erwerben, wo keiner weiß, was finanziell auf uns zukommt.“

Eyrich warf die Frage auf, warum von den Befürwortern keine Initiative ergriffen werde, den Erhalt anders zu lösen. „Jeder weiß, dass solche Bauten immense Summen verschlingen“, sagte Karsten Degenhardt.

Private Eigentümergemeinschaft möchte das Gebäude verkaufen

Helmut Wagner von der FDP, der auch zugleich stellvertretender Ortsvorsteher in Grebendorf ist, sagt: „Der Südflügel ist eine Gemeinschaftsaufgabe.“ Auch Rainer Klippert sprach sich als einziger Abgeordneter der SPD dafür aus, das Gebäude zu erwerben. Seine Fraktion stimmte dagegen.

Die Gemeinde hatte 70 000 Euro für den Kauf des Südflügels in den Haushalt eingestellt. Das marode Gebäude ist Teil des vierseitigen historischen Schlossensembles und steht unter strengem Denkmalschutz. 

Es ist in Besitz einer privaten Eigentümergemeinschaft, die das Gebäude gern veräußern möchte. Unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde das Gebäude erwirbt, hatte die Landesdenkmalbehörde der Kommune höchstmögliche Förderung bei der Sicherung und zumindest einem Kaltausbau des Gebäudes zugesagt.

Kein Tagegeld für zusätzliche Kinderbetreuung

Ebenfalls abgelehnt hat die Gemeindevertretung mehrheitlich, dass Eltern, die ihre Kinder während der dreiwöchigen Schließzeit der Kitas im Sommer in sogenannten Notgruppen betreuen lassen, zusätzlich zum regulären Kitabeitrag zehn Euro pro Tag und Kind zahlen sollen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare