Heimatfest: Grebendorf zeigt sich im Umzug fantasievoll, musikalisch und kritisch

+
Haben dem Festzug am Sonntag einen ordentlichen Farbtupfer verpasst: Diese Grebendorfer Frauengruppe verkörpterten kleinen grünen Wesen, die bereits unter uns leben sollen.

Mit fantasievollen Kostümen und liebenvoll geschmückten Motivwagen fand das Heimatfestes in Grebendorf am Sonntag seinen Höhepunkt.

Schon lange vor dem Start des bunten Zuges füllten sich die Straßen: Anwohner holten ihre Gartenstühle auf den Bürgersteig und machten es sich in ihren Vorgärten bequem, während Gäste von außerhalb noch mit Mühe nach Parkplätzen am Ortseingang suchten.

Eine halbe Stunde vor Beginn des Festumzuges lag die Erwartung bereits in der Luft. Zuerst hörte man dumpf die Pauken und Trommeln, dann kam der Zug, der sich von der Schwebdaer Straße aus in Gang setzte in Sicht: Die Sandhasen, Symbolfiguren der Grebendorfer, führten den Zug gut mit Karottenproviant versorgt, traditionell an, gefolgt von einem bunt gemischten Konvoi bestehend aus den verschiedensten Fraktionen aus Gemeindevorstand und Gemeindevertretung sowie dem Verein für Kultur und Tradition, der seit 2005 die Organisation des Heimatfestes in den Händen hält.

Lesen Sie auch: So waren Maienzug und Kinderfest

Die inoffiziellen Könige der Skurrilität waren wohl entweder die Camper vom Meinhardsee, die unter dem Motto „Campen bis zum Umfallen“ einen eigenen Sarg mitbrachten, die „kleinen grünen Wesen“ samt fliegenden Untertassen oder auch die lebendigen Barbiepuppen, die zu verschiedenen Themen sich selbst in die Geschenkboxen packten.

Die Kinder der Meinhard-Schule, die schon am Samstag beim Maienzug ihre Ausdauer bewiesen, marschierten heute nicht mit Maien sondern mit bunten Schildern und Kostümen. Auf eine ungewisse Zukunft machte der TSV Grebendorf die Festbesucher aufmerksam. Das Sterben verschiedener Sparten wie Frauenfußball oder Männerhandball bereitet den Verantwortlichen Sorgen. Es sei „fünf vor zwölf“ war deshalb auf einem der Schilder zu lesen.

Ihre Sparte hat Bestand: Die Gymnastikfrauen des TSV Grebendorf.

Für die Sicherheit des Festzuges war die Feuerwehr zuständig. Darüber hinaus war sie auch durch ihre Senioren und als Organisator der Feuerlöschtage 2019 vertreten, und machte hierfür mit viel Rauch und einer handbetriebenen Sirene Reklame.

Fotos: Hier gibt es die Bilder vom Festzug

Die Spielmannszüge der Region waren besonders zahlreich vertreten: Der Fanfarenzug Eschwege, der Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Meinhard, das Trompetencorps Meinhard sowie die Spielmannszüge der Friedrich-Wilhelm Schule und der Spielmannszug Werratal, besser bekannt als die Rotjacken, brachten je ihr musikalisches Sortiment zum besten. Nach dem Frühschoppen ist das Fest am Montagabend nach dem Verbrennen des Strohmanns einen Tag früher als sonst zu Ende gegangen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare