Tierkadaver am Werratalsee - Polizei sucht Hinweise

Grausiger Fund: Schnucke wurde geschächtet

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Illegale Schächtung: Übrig geblieben ist nur der Kopf und das Fell der Heidschnucke.

meinhard. Der Tierkadaver, der am Montagmorgen in einer Mülltonne am Ufer des Werrtalsees in Schwebda gefunden wurde, wurde geschächtet. Dabei sei das Tier nicht, wie im Tierschutzgesetz festgeschrieben, vorher betäubt worden, teilte die Polizei mit.

Nach der Berichterstattung in der Werra-Rundschau hat der Umweltsachbearbeiter der Kriminalinspektion und das Veterinäramt die Ermittlungen aufgenommen. Bei dem Tier handelt es sich um eine etwa vier Jahre alte Heidschnucke. Da das Tier wohl auch zu Lebzeiten keine Ohrmarke trug, vermuten die Beamten, dass es privat gehalten wurde. Eingeleitet wurde nun ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie wegen unerlaubter Abfallbeseitigung. Die Täter hatten die Überreste der Schlachtung in einem blauen Müllsack auf dem Parkplatz am Seepark-Stadion in Schwebda abgelegt. Gefunden hatte den Kadaver ein Mitarbeiter der Gemeinde Meinhard, der für die Pflege rund um den See zuständig ist, auf seiner Tour am Montagmorgen. Da der Kadaver bei seiner Kontrolle am Freitagnachmittag noch nicht dort lagen, müssen die Täter die Überreste im Verlauf des Wochenendes dort abgelegt haben. In der Gemeinde Meinhard zeigte man sich schockiert über den grauseligen Fund.

In der Mülltüte befanden sich zudem noch die Überreste von weißen Enten. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wo wurde bis vor kurzem eine graue, gehörnte Heidschnucke gehalten? Wer hat eventuell eine private Schlachtung oder die Ablagerung am Werratalsee beobachtet? (dir)

• Hinweise an die Polizei Eschwege unter Tel. 0 56 51/92 50.

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