FDP und Bürgerinitiative Pro Südumgehung informierten zum Radweg in Frieda

Infoabend der FDP und Bürgerinitiative Pro Südumgehung  zum Radweg in Frieda

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Ist unzufrieden: Bernd Appel von der Bürgerinitiative Pro Südumgehung kritisiert, dass der Radweg von Wanfried nach Frieda jetzt über zwei Bundesstraßen führt. Er sieht die Sicherheit der Radler nicht gewährleistet.

Frieda. „Es ist tragisch, dass der Grundsatzstreit, Natur vor Mensch, auf dem Rücken der Friedschen ausgetragen wurde.“ Das sagte Helmut Wagner, Vorsitzender der FDP in Meinhard, während einer Bürgerinformationsveranstaltung des FDP Ortsverbandes zum Thema Radweg bei Frieda und Bau der Autobahn 44.

Die Bürgerinitiative Pro Südumgehung (BI), die jahrelang für den Bau der Umgehungsstraße gekämpft hat, wird auch beim Thema Radweg weiter bei den Verantwortlichen nachbohren. Dies betonte Bernd Appel, Vorsitzender der BI und im FDP Vorstand: „Eine günstigere Lösung der Radwegeführung wird ohne ständiges Bemühen und Bohren durch die BI nicht zu erreichen sein!“

Die BI bedauert, dass im Zuge der Verhandlungen um die Ortsumgehung die Pläne für einen Radweg auf der Werraseite mit Unterquerung des Straßenneubaus im Bereich der Friedaunterführung unter den Tisch gefallen sind. Manfred Adam, der an diesem Abend aus seinem Buch „Märchenstraßen“ vorlas, stellte den Kampf der Straßenplaner mit den Vertretern der Naturschutzseite dar. Demnach hätten die Naturschützer südlich von Frieda zwei kleiner Kiesteiche bei der Bahntrasse und der Werra sowie die Bahntrasse – als Leitschiene für Fledermäuse – selbst als absolut schützenswert angesehen. „Wohl in der Hoffnung, das Projekt so ganz zu verhindern“, sagte Adam.

Letztlich hat sich die BI durchgesetzt und die Südumfahrung wurde gebaut - jedoch die Radwegepläne auf der alten Bahntrasse wurden deshalb verworfen. „Das geht auf Kosten der Sicherheit der Radfahrer, die bei Frieda nun zweimal die Bundesstraße überqueren müssen“, sagte Appel.

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