Javier Chernicoff trommelt seine Musik auf Töpfen und einem Teekessel

Schlagzeug-Konzert: Der Argentinier Javier Chernicoff trommelt mit Schneebesen und Kochlöffel auf Töpfe – seine Art, Schlagzeug zu spielen. Foto: Eden Sophie Rimbach

Töpfe und ein Teekessel sind seine Instrumente: Javier Chernicoff gastierte am Sonntag in Frieda. Er gab ein Konzert in der Kirche des Meinharder Ortsteiles.

Ein Grillrost ist ebenfalls im Spiel; Schneebesen und Holzlöffel ersetzen die Schlagzeugstöcke.

Die Töpfe sind auf dem Grillrost montiert. Der Kessel nimmt seine erhöhte Position anstelle des Beckens ein, auf der anderen Seite ist ein Topfdeckel mit gleicher Funktion angebracht. Javier Chernicoff trommelt mit Schneebesen und Holzlöffel auf das Gebilde ein. Ein leerer Wasserkanister ist die Basstrommel mit entsprechender Tonlage.

Mit Kochmütze, Schürze und Sonnenbrille entführte er sein Publikum in dem Gotteshaus in den Alltag eines Schlagzeugers im Restaurant.

Das Programm, das sich eigentlich an Kinder richtet und oft in Schulen zu sehen ist, begeisterte mit gespielten Geschichten und schneller Musik die Konzertbesucher in Frieda. Unter anderem schlüpfte Chernicoff in die Rolle eines Kellners, der beim dritten Versuch, sich die Bestellung „dreimal Kaiserschmarrn ohne Sahne“ zu merken, von seiner eigenen Eselsbrücke durcheinandergebracht wird und schließlich „Herr Koch, dreimal Mondpinguin ohne Sahne“ ordert.

Die Illusion eines Drumsolos mit einem unsichtbaren Schlagzeuger an einem ebenfalls nicht sichtbaren Schlagzeug erzeugten die aufgestellten Boxen und ein leerer Stuhl, bevor Chernicoff selbst Platz am Instrument nahm und das Publikum sein Spiel unterstützte. Ein Besucher spielte auf dem außergewöhnlichen Schlagzeug, während er selbst mit einer Metallreibe einen Cha Cha Cha improvisierte. Der Rhythmus ging auf die Zuhörer über. Sie mischten lautstark mit, einige steppten die Tanzschritte im Sitzen mit.

Das außergewöhnliche Schlagzeug konstruierte Javier Chernicoff, als er in seinem Heimatland Argentinien auf der Straße und in der U-Bahn spielte. Der Schlagzeuger und Schlagzeuglehrer ist Ende des Monats erneut im Werra-Meißner-Kreis zu sehen und zu hören: Am 30. Juni gastiert der Musiker in der evangelischen Kirche in Grebendorf. Beginn des Konzertes ist um 10.30 Uhr.

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