Jestädt: Rainer Stelzner führt seit 2003 den Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege

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Am idyllischen Gartenteich: Rainer Stelzner, er ist Jäger aus Leidenschaft und Liebhaber der Natur.

Jestädt. Die Jagd ist für ihn eine Passion, aber Rainer Stelzner aus Jestädt, der seit dem Jahre 2003 den Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege als Vorsitzender führt, ist nicht nur ein leidenschaftlicher Waidmann, sondern er liebt die Natur über alles.

 „Wenn ich unter freiem Himmel bin, dann bin ich glücklich, ich weiß das alles sehr gut zu schätzen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann muss ich sagen, dass ich eigentlich wegen meiner Liebe zur Natur zur Jagd gekommen bin“, sagt der 76-Jährige beim Gespräch mit der WR, dass er beide Seiten stets im Einklang gesehen hat.

Mit Beginn des Jahres 1970 hat Rainer Stelzner das grüne Abitur bestanden, wie der Jagdschein genannt wird, weil die Prüfung wahrlich sehr schwer ist. Und schon acht Jahre später übernahm er Vorstandsarbeit im Jagdverein, der 1978 schon 366 Mitglieder zählte. Unter Dr. Tillmann Klinkenberg wurde der Banker Rainer Stelzner zum stellvertretenden Schatzmeister bestellt. Und zehn Jahre später wählte ihn die Versammlung hinter Hans Eckhardt zum zweiten Vorsitzenden. Dieses Amt bekleidete er auch, als 1997 Dr. Ulrich Paul den Vorsitz übernahm. Unter diesem erfolgreichen Duo feierte der Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege in 2000 das 50-jährige Bestehen.

„Ja, und drei Jahre später haben fünf der sechs Vorstandsmitglieder, Dr. Ulrich Paul, Uwe Teichmann, Henner Jost, Josef Schmidt und Konrad Ludwig, nicht mehr kandidiert. So bin ich übrig geblieben und habe mir aber gesagt, wir können unsere Mitglieder doch nicht komplett vor vollendete Tatsachen stellen und ein großes Loch hinterlassen“, erklärte Rainer Stelzner, dass er unter einigen von ihm selbst verfassten Auflagen am 25. April 2003 die Führung des Jagdvereins übernommen hat. Und er übt dieses Ehrenamt auch in der Gegenwart noch mit viel Engagement aus.

Aktuell stehen Hartmut Krannich (2. Vorsitzender), Dr. Jörg Brauneis (Schriftführer), Ilona Becker (stellvertretende Schriftführerin), Lars-Henning Bartels (Schatzmeister) und Stephan von Eschwege (stellvertretender Schatzmeister) an der Seite des Vorsitzenden. Rainer Stelzner: „Die Arbeit mit diesem Team macht ganz einfach Spaß, weil Harmonie das Miteinander bestimmt. Mein Anliegen ist stets das offene und ehrliche Wort, wir sprechen über alles, schriftlichen Austausch gibt es nur in seltenen Fällen“, lobt der Vorsitzende seine Crew.

Was hat so ein Vereinschef für Tätigkeitsschwerpunkte? „Die Förderung der Jungjägerausbildung liegt mir sehr am Herzen, ich besuche die Teilnehmer sehr oft und nehme Lehrgangsunterlagen mit“, führt Rainer Stelzner aus, dass er sich auch um regelmäßige Fachvorträge bemüht. Nicht zuletzt sei so der Zuwachs bei Jungjägerkursen zu erklären: „Viele junge Leute suchen den Weg zum Naturerleben über die Jagd und die Hege des Wildes. Zunehmend auch Frauen. Die Erfolgsquote ist hoch, die Zahl der Mitglieder steigt“, sagt der Vorsitzende, der momentan an der Spitze von sage und schreibe 700 Vereinsangehörigen steht.

Am Schießstand sei durch den Einsatz des Vorsitzenden die Emissionsschutzprüfung problemlos verlaufen. Auch sei der Ausbau des Schießstandes für Pistolen geplant. Rainer Stelzner organisiert Fallenjagdlehrgänge oder sorgt für Einführungen ins EU-Hygienerecht, damit den Verbrauchern einwandfreies Wildbret angeboten werden kann. Auch die Förderung der Jagdkultur, der Bläser-, Hunde- und Schießgruppe oder die Organisation von Hubertus-Gottesdiensten steht auf der Agenda von Rainer Stelzner. Die gute Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt, dem Rotwildring Meißner-Kaufunger Wald oder mit der Unteren Jagdbehörde ist ihm ebenfalls wichtig.

„2015 durfte ich in Berlin trotz großer Konkurrrenz den WWF-Sonderpreis für unser Naturschutzprojekt Wildkatzenland an Werra und Meißner entgegennehmen“, so der stolze Vorsitzende (Anm. d. Red.: WWF steht für World Wide Fund for Nature). Abschließend gibt der Chef des Jagdvereins Hubertus zu verstehen, dass Hege und Pflege genauso wichtig wie der Abschussplan sind.

Von Harald Triller

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