Grußbotschaften für Kita-Kinder

Mit lieben Grüßen von Olli: Kitas werden in der Krise kreativ

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Für jedes Kind ein Buch: Leiterin Sandy Landgrebe mit Kindern aus der Notbetreuung und „Video-Star“ Hund Olli.

Seit sieben Wochen haben Kitas geschlossen. Kleine Kinderköpfe können schonmal schnell vergessen, dass es noch Erzieher und Kumpels gibt. Manche Kitas werden in der Krise kreativ.

Der Minischnauzer läuft von Raum zu Raum – alles wirkt recht verlassen, und eine Stimme kommentiert: „Wir vermissen euch alle so.“ Doch da, in einem Gruppenraum, sind plötzlich Kinder zu sehen, sie winken in die Kamera und senden Grüße an alle ihre Freunde, die gerade zu Hause bleiben müssen.

„Wir wollen einfach den Kontakt nicht abreißen lassen. Es ist so wichtig, dass die Kinder weiterhin ihren Kindergarten sehen“, erzählt Sandy Landgrebe. Sie ist Leiterin der Villa Kunterbunt in Grebendorf und dreht gemeinsam mit Hund Olli kleine Videos, die sie dann per Whats-App an die Eltern sendet. Das kommt gut an, die Rückmeldungen sind durchweg positiv.

Kita-Hund Olli ist der Video-Star

 „Olli ist die gute Seele des Kindergartens. Die Kinder freuen sich, ihn zu sehen, und er kommt auch zum Kuscheln, wenn ein Kind traurig ist.“ Da dies in Corona-Zeiten so nicht mehr möglich ist, musste ein anderer Weg her, wie Kinder, Kindergarten, Erzieher und Olli wieder zusammenfinden. Und so sendet Olli nun regelmäßig kleine Video-Grüße, in denen er Aktionen ankündigt.

Als erste Aktion wurden Ostergeschenke gebastelt und dann von den Erziehern eigenhändig beim jeweiligen Zuhause eines jeden Kindes versteckt. „Es ist uns einfach eine Herzensangelegenheit“, beschreibt Sandy Landgrebe ihre Motivation. Die Freude von Eltern und Kindern war überwältigend – seitdem hat sich der Kindergarten immer neue Aktionen einfallen lassen.

Kinder werden per Video animiert

In einem Video fordert Olli die Kinder dazu auf, Bilder von ihm zu malen. Innerhalb kürzester Zeit kamen über 50 Minischnauzer-Bilder zusammen, die nun alle im Kindergarten hängen. Für jedes abgegebene Bild konnten sich die Kinder etwas aus einer Überraschungskiste aussuchen, die vor dem Kindergarten stand. „So kamen sie alle mal zum Kindergarten und konnten sich über den Zaun hinweg mit uns und den Kindern in der Notbetreuung unterhalten. Dieser Kontakt tut allen gut.“ Eine weitere Aktion sind kleine Videos, in denen die Erzieher Bücher vorlesen. „Das ist einfach wunderschön. Mein Sohn hat sich so darüber gefreut und schläft mit den Geschichten richtig gut ein“, berichtet Sonja Jagla, deren vierjähriger Sohn Aaron den Kindergarten besucht. Aktuell können sich die Kinder ein Buch beim Kindergarten abholen. „Wir nutzen die Zeit natürlich auch zum Großreinemachen. So kamen jede Menge Bücher zusammen, die wir nun an unsere Kinder verteilen können.“

Steinchen bei den Strohbärchen in Heldra zur Erinnerung

Auch in anderen Kindergärten in der Region setzen Erzieher und Eltern viel daran, dass der Kontakt zueinander nicht abreißt. In Heldra beispielsweise wurde eine lange Kette aus bunten Steinen gebildet. Die Steine haben Eltern und Kinder zusammen bemalt und dann zum Kindergarten gebracht. „Diese schöne Aktion soll zeigen, wie sehr den Kindern der Kindergarten fehlt und wie sehr sie es vermissen, mit ihren Freunden zu spielen“, berichtet Birgit Rathgeber, Leiterin des Kindergartens Strohbärchen. Auch über Briefe und Telefonate hält sie Kontakt zu den Familien. „Wir denken uns immer wieder neue Bastelaktionen aus, um unseren Kindern eine Freude zu bereiten.“

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