Der 58-Jährige Ortsvorsteher aus Jestädt ist neuer Bürgermeister von Meinhard

Gerhold Brill ist neuer Bürgermeister in Meinhard 

Glückwünsche vom Kontrahenten: Der unterlegene SPD-Kandidat Harald Schädler (links) gratulierte Gerhold Brill zu seinem Wahlsieg in der Gemeindeverwaltung Grebendorf. Foto: Wolfram Skupio

Grebendorf. Meinhard hat gewählt: Gerhold Brill wird in den kommenden sechs Jahren die Geschicke der Gemeinde führen. Er konnte sich ganz knapp mit 208 Stimmen vor seinem Herausforderer Harald Schädler in der Stichwahl durchsetzen.

Insgesamt stimmten 53,8 Prozent der Wähler (1477 Stimmen) für den parteilosen, der derzeit noch Ortsvorsteher in Jestädt ist. 46,2 Prozent (1269) stimmten für seinen Kontrahenten Harald Schädler (SPD).

„Ich gebe es ehrlich zu: Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagte Brill. Als das Ergebnis verkündet wurde hatte der 58-Jährige Tränen in den Augen. Nun hat er knapp acht Monate Zeit sich auf seine neue Aufgabe vorzubereiten bevor er im Juni 2014 den amtierenden Bürgermeister Hans Giller ablöst. Dieser gratulierte seinem Nachfolger: „Ich wünsche ihm eine gute Hand für die Gemeinde und das er die anstehenden Herausforderungen gut meistert.“ Auch der unterlegene Schädler gratulierte: „Das ist ein demokratischer Prozess und der Wähler hat entschieden.“ Er werde aber auch künftig für die Gemeinde aktiv bleiben als Vorsitzender der Gemeindevertretung.

Erwartungsgemäß hatte Brill die Nase in Jestädt weit vorn, dort erhielt er 385 von 429 Stimmen. Schädler hingegen hatte in Schwebda mit 339 von 410 Stimmen eine deutliche Mehrheit erreicht. Mit etwas knapperem Vorsprung stimmte die Mehrheit in Grebendorf und Hitzelrode für Brill, Schädler setzte sich in Frieda, Neuerode und Motzenrode knapp durch. „Ich denke die Meinharder wollten einen Wechsel und haben sich deshalb für mich entschieden“, sagte Brill. Er hatte in den vergangenen zwei Tagen mit einem Lautsprecher in allen sieben Ortsteilen noch einmal motiviert zur Wahl zu gehen. „Ich habe so viel Unterstützung bekommen aus Jestädt, von der Jugend und vor allem von meiner Familie“, sagte Brill.

„Insgeheim hatte ich nicht damit gerechnet, um so größer ist nun die Freude“, sagte Ulrike Brill zum Wahlsieg ihres Mannes. Vor allem freut es sie, dass sein Engagement sich ausgezahlt hat. Und das geht nun richtig los, denn Brill hat schon konkrete Pläne zu seinem Amtsantritt im Juni: „Als allererstes werde ich ein Konzept erstellen, wie wir dem demografischen Wandel begegnen können“, sagte er. So ein Konzept fehle noch gänzlich und werde dringend gebraucht. Zum Tage

Von Diana Rissmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare