Gemeindevertretung muss noch zustimmen

Kosten für Feuerwehrgerätehaus sollen gedeckelt werden

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So könnte es einmal aussehen: Das neue Feuerwehrgerätehaus (rechts) wird auf dem Gelände errichtet, das oft als Festplatz genutzt wurde. Die Parkplätze für die Weinberghalle (links) würden wegfallen und auf der gegenüberliegenden Straßenseite neu errichtet.

Frieda. Die Gemeinde Meinhard will die Kosten für das Feuerwehrgerätehaus in Frieda deckeln. Die Investition soll die Summe von 600.000 Euro nicht übersteigen.

Darauf haben sich am Donnerstagabend die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses geeinigt. Gleichzeitig stimmten sie dafür (bei einer Enthaltung der FDP), den Bewilligungsbescheid des Landes Hessens bis Ende des Monats anzunehmen. Jetzt muss nur noch die Gemeindevertretung zustimmen. Das Parlament kommt am 28. September zu einer Sondersitzung zusammen.

1. Die Finanzierung. 

Bislang waren die Mandatsträger von Kosten von einer knappen Million Euro ausgegangen. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung waren sich alle einig, dass diese Kosten nicht zu stemmen sind. „In dem Kostenvoranschlag sind aber noch viele Einsparmöglichkeiten vorhanden“, sagt Bürgermeister Gerhold Brill. Deshalb wird der Haupt- und Finanzausschuss dem Parlament vorschlagen, die Obergrenze für das Projekt auf 600 000 Euro festzulegen. 

„Dafür müssen wir aber auch einiges an Eigenleistung bringen“, sagt Brill vor dem Ausschuss. Vom Land Hessen und dem Werra-Meißner-Kreis stehen Fördermittel von rund 190.000 Euro ins Haus, sollte das Parlament das Angebot nächste Woche annehmen. Auf die Gemeinde käme ein Anteil von 410.000 Euro zu.

2. Der Neubau.

 Die Planungen sehen bislang vor, dass das neue Feuerwehrgerätehaus Frieda auf dem Vorplatz der Weinberghalle entsteht. Der Verlust der Parkplätze soll auf der anderen Straßenseite kompensiert werden. Dort, wo jetzt noch das ehemalige Zollhaus leersteht, sollen nach dem Abriss neue Parkflächen errichtet werden.

3. Die Kritik. Kritik zu diesen Plänen kam aus Reihen der FDP. Der Beigeordnete Bernd Appel hatte bereits im Vorfeld der Ausschusssitzung angekündigt, dem Verkauf für einen Parkplatz auf dem Gelände der Zollhäuser nicht zuzustimmen. 

Die Parkplatzherrichtung ist ihm mit 100.000 Euro zu teuer. Er schlägt vor, die Geräteräume neben der Weinberghalle zurückzubauen und die Fahrzeughalle anschließend mit Brandmauer anzubauen. Damit wären der Festplatz gerettet und die Kosten reduziert. „Die Baukosten dürfen 500.000 Euro nicht übersteigen“, sagt Appel.

4. Das weitere Vorgehen.

 In einer Sondersitzung am nächsten Donnerstag in Jestädt wird abgestimmt, ob die Gemeinde die Fördermittel von Land und Kreis annimmt. Damit verbunden wäre eine Bauzusage, das Projekt müsste im Haushalt berücksichtigt werden. Der Neubau ist für die Jahre 2018 bis 2020 vorgesehen. Geplant ist, im Haushaltsjahr 2018 25.000 Euro bereitzustellen, im Jahr 2019 für den Rohbau 220.000 Euro vorzusehen und 2020 die restlichen rund 165.000 Euro zu finanzieren.

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