Kinderbetreuung in Meinhard

Krippengruppe zieht ins Jestädter Schloss - Dauerhaftes Konzept gefordert

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Beschlossen: Die zusätzliche Krippengruppe für zwölf Kinder in Meinhard wird ab August in eine Erdgeschoss-Wohnung im Schloss Jestädt einziehen. 

Trotz des einstimmigen Votums der Ausschüsse haben die Meinharder Gemeindevertreter jetzt nochmal 90 Minuten diskutiert. Ein Konzept für die Kinderbetreuung wurde gefordert.

Trotz des einstimmigen Votums der Ausschüsse für die Anmietung einer Wohnung im Schloss Jestädt als Übergangslösung für die dringend notwendige zusätzliche Krippengruppe in Meinhard ab August dieses Jahres gab es am Donnerstagabend unter den Gemeindevertretern noch mal ein zähes Ringen um eine Lösung. Nach eineinhalbstündiger Diskussion fiel mehrheitlich die Entscheidung für das Jestädter Schloss. Außerdem muss der Gemeindevorstand bis zur Oktobersitzung des Parlamentes ein Konzept für eine dauerhafte Versorgung von Krippenkindern in Meinhard vorlegen. Diese Ergänzung hatte die SPD gefordert.

Weinberghalle stand als Kinderkrippe auch zur Diskussion

Die FDP hatte zuvor beantragt, dass die auf zwei Jahre angelegte Übergangslösung für Kinder unter drei Jahren keine Kosten verursachen und die Gemeinde auf eigene Immobilien zurückgreifen solle. Dabei hatte sie das Obergeschoss der Weinberghalle in Frieda als eine Möglichkeit ins Spiel gebracht, als eine weitere die ungenutzte Schule in Frieda. Die FDP kritisierte, dass die Kommune mit den Umbauten in eine private Wohnung investiere, obwohl sie selbst über Räume verfüge. Außerdem hätte eine Kleinkindergruppe ein Argument für die immer wieder abgelehnte Tempo-30-Zone an der Leipziger Straße in Frieda liefern können. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Die Gemeinde Meinhard musste zwölf Eltern, die Krippenkinder haben, für das im August startende Kitajahr absagen – ist aber gesetzlich verpflichtet, Plätze zur Verfügung zu stellen.

Diskussion um Krippenbetreuung schon 2017 akut

Matthias Mengel von der SPD-Fraktion warf der Gemeinde und seinen Parlamentskollegen „außerordentliche Versäumnisse“ vor. Bereits im Frühjahr 2017 hatte die SPD ein Konzept für die Krippenbetreuung gefordert, das war von den anderen Fraktionen mehrheitlich abgelehnt worden. „Die anderen sahen damals keine Notwendigkeit“, sagte Mengel. Erst eine erneute Anfrage der SPD zum Stand der Dinge im November 2019 habe das Problem der fehlenden Krippenplätze ans Licht gebracht. „Dazwischen liegen volle zweieinhalb Jahre des Nichtstuns.“ Das dürfe nicht noch mal passieren.

Ladestationen für E-Bikes

Ladestationen für E-Bikes an allen Bürger- und Dorfgemeinschaftshäusern in Meinhard möchte der parteilose Guido Hasecke. Die Kosten seien überschaubar, sagte Hasecke, und die Stationen würden dann in den Fahrrad-Routenplaner für Hessen und beim Geo-Naturpark Frau-Holle-Land aufgenommen. „Das ist eine kostengünstige Werbung für Meinhard.“ Bürgermeister Gerhold Brill teilte mit, dass nach erster Prüfung die Installation deutlich teuer sei und sprach von 1000 Euro pro Station. Der Antrag wurde in die Ausschüsse verwiesen.

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