Meinharder Krippengruppe zieht in das Jestädter Schloss ein

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Kinderkrippe im Schloss: Die neue Krippengruppe in Meinhard, die im August für Ein- und Zweijährige eröffnet werden soll, soll für zwei Jahre in einer Wohnung im Schloss Jestädt untergebracht werden. 

Für die dringend benötigten, aber fehlenden Krippenplätze in der Gemeinde Meinhard deutet sich eine Lösung an: Eine Wohnung im Jestädter Schloss wird umgebaut.

Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im August soll eine zusätzliche Krippengruppe mit zwölf Plätzen zur Verfügung stehen. Heimat soll die zusätzliche Gruppe in einer Wohnung im Schloss Jestädt finden. Auf die als Übergangslösung angelegte Variante einigten sich jetzt der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Jugend- und Sozialausschuss auf ihrer Sondersitzung am Donnerstagabend in Grebendorf einvernehmlich. Die Entscheidung muss vom Parlament kommende Woche noch bestätigt werden.

Der Bedarf

Während die regulären Kitaplätze in Meinhard den Bedarf gut abdecken, musste die Gemeinde zwölf Eltern Absagen bei Krippenplätzen erteilen. „Die Eltern brauchen dringend einen Platz; können wir den Anspruch nicht bedienen, könnten die Eltern gegen die Gemeinde klagen“, sagte Kitaleiterin Andrea Bullmann, die auch der regelmäßig tagenden Kindergartenkommission der Gemeinde angehört.

Die Varianten

In der Kommission waren im Vorfeld der außerordentlichen Ausschusssitzung eine Reihe möglicher Varianten diskutiert worden. Darunter war die Einrichtung einer Krippe im DGH Hitzelrode, was der Ortsbeirat aber ablehnte, weil der Ortsteil damit auf seinen einzigen Versammlungsraum hätte verzichten müssen. Im Gespräch waren die Räume der Diakonie im Bürgerhaus Grebendorf ebenso wie Container auf dem Gelände der Kitas in Frieda oder Schwebda.

Die Kosten

Für die Wohnung im Jestädter Schloss muss die Gemeinde Möbel für zirka 30 000 Euro anschaffen, hinzukommen für einige Umbauarbeiten weitere 5000 Euro. Über die Miete von 650 Euro monatlich verhandele man derzeit noch, so Bürgermeister gerhold Brill. Größter Posten werden allerdings die Personalkosten sein, die pro Jahr mit 150 000 Euro zu Buche schlagen werden. Zwei Verträge mit Erzieherinnen seine bereits geschlossen. „Wir werden zum 1. August ausreichend Personal haben“, so Brill.

Die Zukunft

Die jetzt favorisierte Schloss-Variante ist nur eine Übergangslösung – in spätesten zwei Jahren muss Meinhard eine dauerhafte Lösung für Krippenkinder gefunden haben. Hier stehen aktuell ein kompletter Kita-Neubau, aber auch Anbauten an bestehende Kitas im Raum. Mit der jetzt gefundenen Lösung habe man aber ausreichend Zeit für eine sinnvolle Planung, so Rolf Eyrich von der ÜWG. Brill wies noch darauf hin, dass das Land pro neu geschaffener Gruppe 250 000 Euro Zuschuss gibt, plus 50 000 Euro on top, wenn die Kommune auf der grünen Wiese neu baut.

Die Heimatalm

Wie auch bei der Ortsbeiratssitzung in Schwebda ist der Betreiber der Heimatalm, Christian Mehler, die er am Ostufer des Werratalsees ansiedeln will, am Donnerstag wegen Krankheit nicht beim Ausschuss erschienen. Das Thema wurde vertagt.

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