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Landkauf für neue Kita in Grebendorf geht in neue Runde

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Von: Stefanie Salzmann

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Wiesenland am Ziegelweg: Der Gemeindevorstand soll jetzt mit dem Eigentümer der Fläche am Ziegelweg über einen Ankauf als Bauplatz für den neuen Kindergarten verhandeln.
Wiesenland am Ziegelweg: Der Gemeindevorstand soll jetzt mit dem Eigentümer der Fläche am Ziegelweg über einen Ankauf als Bauplatz für den neuen Kindergarten verhandeln. © Tobias Stück

Die Verhandlungen mit Verkäufer der Fäche am Bernstal in Grebendorf, wo eigentlich der neue Kindergarten entstehen sollte, werden ausgesetzt. Der Gemeidnevorstand soll nun über einen Alternativstandort verhandeln.

Grebendorf – Die Bemühungen der Gemeinde Meinhard, ein Baugrundstück für den geplanten Neubau eines Kindergartens in Grebendorf zu kaufen, gehen in eine neue Runde. Die Preisforderung des Eigentümers des für den Bau beschlossenen Standortes am Bernstal war vom Gemeindevorstand, der die Verhandlungen führte, als zu teuer abgelehnt worden.

Auf Antrag von Karl Jeanrond (SPD) in der Gemeindevertretung am Donnerstag sollen nun die Verhandlungen mit dem Verkäufer der Bernstalfläche „ausgesetzt“ werden und dafür mit dem Eigentümer der zweiten Standortvariante am Ziegelweg verhandelt werden. Durch diesen Schritt könne der erste Verkäufer möglicherweise dazu gebracht werden, von seinen hohen Preisvorstellungen Abstand zu nehmen. Der Antrag wurde vom Parlament mehrheitlich angenommen und in den Bau- und den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

Damit war ein zuvor gestellter Antrag des Gemeindevorstandes an das Meinharder Parlament praktisch hinfällig. Demnach sollten die Verhandlungen mit dem Verkäufer der Fläche am Bernstal abgebrochen werden und nur noch mit dem Verkäufer der Fläche am Ziegelweg verhandelt werden. Bei dem Tagesordnungspunkt war die Öffentlichkeit von der Sitzung ausgeschlossen worden.

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Die Satzungen der Feuerwehr Meinhard sowie die Jugendordnung der Feuerwehr Meinhard wurden geändert und beschlossen.

Künftig will Meinhard 50 Cent pro Jahr und Einwohner an den Tierschutzverein Eschwege zahlen. Bisher belief sich diese sogenannte Fundtierkostenpauschale auf 0,25 Cent. Hintergrund sind die finanziellen Probleme des Vereins, der das Tierheim in Eschwege betreibt und sich um Fundtiere aus dem gesamten Kreisgebiet kümmert.

Für 20 000 Euro hat die Gemeinde Meinhard für den Spielplatz an der Grebendorfer Grubenstraße ein neues Klettergerüst gekauft; das alte war in die Jahre gekommen. Um den Transport von Kassel nach Grebendorf sowie um das Aufstellen des Gerüstes will sich der Ortsbeirat von Grebendorf kümmern.

Glasfaserausbau

Die Gemeinde Meinhard hat sich bisher noch nicht entschieden, mit welchen Anbieter für den Glasfaserausbau bis zur Haustür, sie zusammenarbeiten will. „Grundsätzlich ist die Gemeinde zur Zustimmung verpflichtet, wenn Verbauung in gemeindeeigenen Flächen nach den anerkannten technischen regeln erfolgt“, sagte Bürgermeister Gerhold Brill.

Über das Thema will der Gemeindevorstand in der kommenden Woche erneut beraten, eingeladen zu der Sitzung ist Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze in seiner Funktion als Sprecher der Bürgermeisterdienstversammlung im Kreis.

Fraktionschef der ÜWG Rolf Eyrich legt Mandat nieder

Der Fraktionschef der ÜWG, Rolf Eyich, hat nach sechs Jahren am Donnerstag sein Mandat als Gemeindevertreter in Meinhard mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

Als Gründe nannte er vor allem den fehlenden Rückhalt für Entscheidungen in seiner eigenen Fraktion. Auch eine Politik, die klar darauf hinauslaufe, dass früher oder später auch in Meinhard die Steuern angehoben werden müssen, wolle er nicht mehr mittragen. „Von daher sehe ich mich außerstand, auch wegen meines Versprechens an meine Wähler, diese Politik mitzutragen und due Gemeinde sehenden Auges vor die Wand zu fahren.“

Während Eyrichs Rede hatte ÜWG-Mitglied Ingo Krause demonstrativ den Saal verlassen, Guido Hasecke (CDU) dankte Eyrich für die gute Zusammenarbeit und Rainer Klippert (SPD) nannte Eyrichs Abgang „unehrenhaft“.

(Stefanie Salzmann)

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