Hunde dürfen in Meinhard nur noch mit Kottüte und Leine Gassi gehen

Die Gemeinde Meinhard sagt der Verunreinigung ihrer Ortsteile durch Hundekot jetzt den Kampf an. Die Gemeindevertretung hat jetzt eine Gefahrenabwehrordnung verabschiedet.

Wer künftig die Hinterlassenschaften seines vierbeinigen Freundes einfach liegen lässt, muss mit einem Bußgeld bis zu 5000 Euro rechnen. Eine sogenannte Gefahrenabwehrordnung, in der dies und weitere Punkte geregelt sind, hat die Gemeindevertretung am Donnerstag auf ihrer Sitzung einstimmung beschlossen.

Zu den Ordnungswidrigkeiten zählt künftig auch, wer mit seinem Hund Gassi geht und keine Kottüte bei sich hat. Innerhalb der Ortstlagen gilt ab sofort genereller Leinenzwang. Außerhalb der Orte gilt der Leinenzwang nicht generell, die Tiere müssen aber angeleint werden, sobald sich ein anderer Hundebesitzer nährt. Doch dafür ist nicht jede Leine zulässig. Leine und Halsband müssen so beschaffen sein, dass der Hund von seinem Besitzer sicher gehalten werden kann. Die Leine darf deshalb nur zwei Meter lang sein, es sei denn sie ist mit einer Aufrollvorrichtung versehen, dann dürfen es zehn Meter sein. Desweiteren müssen Hundebesitzer jetzt dafür sorgen, dass ihre Hunde nicht unbeaufsichtigt durch die Gemeinde Meinhard laufen, sie müssen von öffentlichen Grünanlagen, Spielplätzen und Anpflanzungen aller Art ferngehalten werden.

Der Südflügel

Erneut hat die Gemeinde Meinhard keine Entscheidung über einen Ankauf des maroden Südflügels des Grebendorfer Schlosses gefällt. Ein Antrag von Bürgermeister Gerhold Brill, den Sperrvermerk im Haushalt 2019 auf die eingeplanten 70 000 Euro aufzuheben, um das Gebäude zu erwerben, wurde vertagt und das Projekt wurde in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen. „Die Kosten für die Sanierung liegen zwischen 200.000 bis 400.000 Euro, unter Umständen auch mehr“, sagt Brill. Trotzdem hat er die Gemeindevertretung um Aufhebung des Sperrvermerks gebeten, um den Südflügel in die Verantwortung der Gemeinde zurückzuholen. Ebenso äußerte sich Helmut Wagner als FDP-Fraktionsvorsitzender dafür, dass ein Verfall keine Lösung sei und das Gebäude in der jetzigen Form eine schlechte Visitenkarte sei. CDU, SPD und ÜWG stehen dem Kauf kritisch gegenüber. „Wir müssen verantwortungsvoll mit unseren Mitteln umgehen. Erstmal brauchen wir einen konkreten Plan und Zahlen“, sagt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Karsten Degenhardt.

Von Carolin Eberth

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