Am 1. Mai besiegelt Meinhard die Partnerschaft mit argentinischem Valle Maria

Von seiner schönsten Seite: Frieda hinterm Rapsfeld.

Die Gemeinde Meinhard plant eine Partnerschaft mit dem argentinischen Valle Maria. Eine Delegation lernt gerade Meinhard kennen. Am 1. Mai werden die Verträge unterschrieben. 

Schnell hatten sich Meinhards Gemeindevertreter entschlossen, die Freundschaftsanfrage aus Argentinien anzunehmen. Morgen wird offiziell der Vertrag zwischen der argentinischen Gemeinde Valle Maria und Meinhard von Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill und dem Bürgermeister von Valle Maria, Arsenio Santiago Ortmann, unterzeichnet. Besiegelt wird das Band der Freundschaft nicht nur auf Papier, sondern auch auf dem Maibaum, den der TSV Grebendorf am Mittwochabend um 18 Uhr auf dem Anger in Grebendorf errichtet.

Die Partnerschaftsanfrage

Eher überraschend hatte die Gemeinde Meinhard im Herbst vergangenen Jahres die Anfrage aus dem fernen Argentinien erreicht, eine Abordnung aus dem lateinamerikanischen Land hatte Meinhard dann auch einen kurzen Besuch abgestattet und kurze Zeit später stimmten die Gemeindevertreter dem Vertrag zu. „Der Gemeinde werden keine fixen Kosten aus dieser Freundschaft erwachsen“, betont Bürgermeister Brill immer wieder, denn dagegen gab es im Vorfeld durchaus Bedenken.

Die Delegation

Bereits Dienstagnachmittag reisen die Gäste aus Argentinien an. Neben dem argentinischen Generalkonsul Esteban Morelli, der aus Berlin nach Nordhessen kommt, werden Ortmann sowie Lisandro Kranewitter und Luis Rome erwartet und am Nachmittag im Schlosshof in Grebendorf empfangen. Untergebracht sind die Gäste in Meinhards bestem Haus, dem Schlosshotel Wolfsbrunnen bei Schwebda. Am Mittwochvormittag sollen die Gäste nach der Vertragsunterzeichnung aber vor allem alle Ortsteile kennenlernen.

Die Kennenlerntour

Zunächst geht es mit der Delegation nach Jestädt zur Firma Burghardt. Die nächste Etappe ist die Kirche in Motzenrode. Der SV Hessische Schweiz richtet in Hitzelrode ein kleines Grillevent aus und gut gestärkt mit deutschem Steak und nordhessischer Wurst sollen die Gäste dann die großen Straßenbaustelle in Neuerode in Augenschein nehmen. „Ein Bauprojekt für immerhin 700 000 Euro – das sind 28 Millionen Peseten“, weiß Bürgermeister Brill.

Von seiner schönsten Seite: Frieda hinterm Rapsfeld.

In Grebendorf steht der Besuch der Kindertagesstätte auf dem Programm, Kaffee und Kuchen kredenzt der Heimatverein im Heimatmuseum in Schwebda. Letzte Station ist die Weinberghalle in Frieda, die gerade frisch saniert wurde. Am Abend treffen sich die Bürgermeister und die beiden Abgeordneten aus Argentinien zum Abendessen. „Dann gibt‘s noch mal Geschenke“, sagt Brill. Und Donnerstag reisen die Gäste wieder ab.

Zukünftige Partnerschaft

„Wir wollen sehen, wie sich diese Beziehung entwickelt“, sagt der Bürgermeister. Zwar sei ein Gegenbesuch in Argentinien irgendwann denkbar, aber konzentrieren wolle sich die Gemeinde auf einen möglichen Jugendaustausch konzentrieren sowie Kooperationen in Sachen Tourismus und Landwirtschaft und im Gewerbe wären künftige transatlantische Projekte denkbar.

Alles soll auf komplett freiwilliger Basis stattfinden, keine der beiden Gemeinden sollen obligatorisch daraus finanzielle Verpflichtungen entstehen – so wird es im Freundschaftsvertrag künftig geregelt sein.

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