Meinhard: Gerhold Brill will noch mal ins Amt

Gerhold BrillBürgermeisterMeinhard

Gerhold Brill, parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Meinhard will für eine zweite Amtszeit kandidieren. Das bestätigte er auf Anfrage der WR.

Der 63-Jährige ist seit Juni 2014 im Amt – und Anfang kommenden Jahres müssen die Meinharder ein neues Gemeindeoberhaupt wählen, da Brills Amtszeit am 31. Mai 2020 offiziell endet.

„Wenn meine Gesundheit mitspielt, trete ich noch mal an“, sagt Brill. Das habe er den Meinhardern auch vor seiner ersten Wahl versprochen, dass er für zwei Amtsperioden zur Verfügung stehen wolle. „Ich erhoffe mir die Unterstützung all jener Parteien, die für das Amt keinen eigenen Kandidaten in Rennen schicken wollen oder können“, sagt er.

Brill gehörte seit 1996 für die SPD der Gemeindevertretersitzung an und war zugleich 15 Jahre Ortsvorsteher von Jestädt. bevor er als Bürgermeister kandidierte, verließ er die Partei.

Bis jetzt noch kein Gegenkandidat

Bisher gibt es keinen Gegenkandidaten zu Brill. Gerüchte, dass der SPD-Fraktionschef im Meinharder Parlament, Matthias Mengel, gegen Brill antreten will, dementiert Mengel selbst rigoros. „Die SPD hat sich noch nicht zu Kandidaten entschieden“, sagte Mengel. Auch der SPD-Ortsverbandsvorsitzende Günther Stein wollte bisher keine Stellung nehmen.

SPD-Mann Karsten Hose, seines Zeichens Ortsvorsteher vom Meinharder Ortsteil Motzenrode, der als möglicher Bürgermeisterkandidat im Gespräch war, winkt ab. „Ich bin Soldat und will auch Soldat bleiben“, sagt Hose, der in einer Ausbildungskompanie in Berlin stationiert ist. Frühestens zu den Kommunalwahlen 2021 will Hose sich wieder ins Gespräch bringen.

Klare Unterstützung findet Amtsinhaber Brill von ÜWG-Fraktionschef Rolf Eyrich: „Ich gehe fest davon aus, dass wir Gerhold Brill auch in diesem Jahr wieder unterstützen.“ Man sei zufrieden mit Brill, die Zusammenarbeit sei gut und transparent.

Finanzieller Nachteil

Außerdem gibt Eyrich zu bedenken, dass ein neuer Bürgermeister auch von großen finanziellen Nachteil für die Gemeinde sei. „Brill hat Pensionsansprüche und der neue Bürgermeister muss auch bezahlt werden.“

Auch aus den Reihen der CDU steht bislang niemand Gewehr bei Fuß. „Es gibt bisher niemanden, der sich positioniert hat“, sagt CDU-Fraktionschef Karsten Degenhardt. „Aber ich will niemanden, der das auf sich nehmen will, jetzt die Tür zuschlagen.“ Auch die FDP, so Bernd Appel, stellt keinen Kandidaten.

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