Vier Punkte, die bei der Gemeindevertretung aufgefallen sind

Meinhard: Neues Baugebiet auf alter Bahnlinie

Könnte ein neues Baugebiet werden: Die ehemalige Bahnstrecke Eschwege-Wanfried südlich des Akazienwegs in Grebendorf ist nach Meinung der ÜWG für Häuslebauer prädestiniert. 
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Könnte ein neues Baugebiet werden: Die ehemalige Bahnstrecke Eschwege-Wanfried südlich des Akazienwegs in Grebendorf ist nach Meinung der ÜWG für Häuslebauer prädestiniert. 

Grebendorf – Neun Tagesordnungspunkte hat das Meinharder Gemeindeparlament bei seiner Sitzung am Donnerstag im Bürgerhaus Grebendorf an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Die wichtigsten Punkte der Gemeindevertretersitzung Meinhard im Überblick.

  • 1. Baugebiet Akazienweg: Für die ÜWG-Fraktion eignet sich das Gelände an der südlichen Seite des Akazienweges als ideales Baugebiet. Fraktionssprecher Rolf Eyrich ging auf die exponierte Lage ein und bat den Gemeindevorstand um Prüfung und Gespräche mit dem Eigentümer Deutsche Bahn. Auch Matthias Mengel (SPD) unterstützte den Antrag: „Das ist für uns als Parlament eine Daseinsvorsorge, gerade im Hinblick, dass der Europaring in Grebendorf als Baugebiet ausgereizt ist.“ Er hoffte auf eine gute Verhandlungstaktik bei den Gesprächen mit der Bahn. Der ÜWG-Abgeordnete Timo Sauer bat um einen Änderungsantrag: „Es wäre angebracht, wenn der Gemeindevorstand auch die Bauplatzsituation in Jestädt überprüfen könnte.“
  • 2. Das Investitionsprogramm für die Jahre 2018 bis 2022 wiegt in Papier nur 72 Gramm, aber die darin enthaltenen Ausgaben belaufen sich auf 5,6 Millionen Euro; allein das Jahr 2019 verlangt 2,6 Millionen Euro. Bürgermeister Gerhold Brill machte deutlich, dass das Investitionsprogramm ein Wunschkatalog bleibe, Planungen seien keineswegs in Stein gemeißelt: Geplant sind unter anderem Ankauf und Notsanierung vom Südflügel des Schlosshofes sowie der Erwerb eines Großschleppers mit Anbaugeräten für den Bauhof. „Ob wir diese Ausgaben stemmen können, das wage ich zu bezweifeln.“
  • 3. Der Haushaltsplan wird von zwei großen Maßnahmen geprägt: Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Neuerode, die am kommenden Montag beginnt, und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses im Meinharder Ortsteil Frieda (420.000 Euro). Aber auch die Personalkosten seien auf knapp 118.000 Euro angewachsen. Der Grund: Tariferhöhung im öffentlichen Dienst und Umstrukturierungskosten in den drei Kindergärten.
  • 4. Die Gefahrenabwehrverordnung ist zur Notwendigkeit geworden, weil sich die Beschwerden wegen Hundekot auf öffentlichen Straßen und Gehwegen häufen: „Ohne die Verordnung steht die rechtliche Handhabung gegenüber den Hundebesitzern hinsichtlich von freilaufenden Tieren auf nur dünnem Eis“, erklärte der Bürgermeister. Mit der Verordnung könne die Gemeinde Geldbußen bis zu 5000 Euro gegenüber uneinsichtigen Hundebesitzern verhängen.

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