Meinhard: Krippenplätze sind knapp

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Meinhard setzt auf Familien: Aber Krippenplätze fehlen. Die Kinder der Grebendorfer Kita auf dem Hof der Familie Wicke in Jestädt. 

In der Gemeinde Meinhard sind die Krippenplätze knapp. Jetzt überlegt die Kommune, eine Notgruppe im Bürgerhaus zu eröffnen. 

Grebendorf/Eschwege –In der Gemeinde Meinhard gibt es zu wenige Krippenplätze. Und die Situation spitzt sich weiter zu. Während im laufenden Kindergartenjahr nur drei Kinder unter drei Jahren kein Platz angeboten werden konnte, sind es im kommenden Jahr schon zehn. „Eltern müssen mit Wartezeiten bis zu 14 Monaten rechnen“, sagte Bürgermeister Gerhold Brill auf eine Anfrage der SPD-Fraktion.

Freie Plätze für 2021 sind ausgebucht

Auch die ersten freien Plätze für das Kindergartenjahr 2020/2021 in den drei kommunalen Kitas in Frieda, Schwebda und Grebendorf sind bereits vergeben. Schon jetzt sind eigentlich zu viele Kinder, nämlich 26, unter drei Jahren in den Kitas untergebracht, wo eigentlich nur 24 Plätze für die Jüngsten zur Verfügung stehen. Aktuell hat die Gemeinde 164 Plätze zur Verfügung, eigentlich aber sogar 174, davon sind 24 Krippenplätze, die Kita in Schwebda nimmt Kinder erst ab zwei Jahren auf.

Grund für Mangel: Starker Zuzug von Familien

Als Gründe nennt Brill zum einen einen starken Zuzug von jungen Familien, zum anderen den Anstieg der Geburtenraten. „Aber vor allem brauchen die Eltern spätestens nach einem Jahr eine Unterbringung für ihre Kinder, weil beide Eltern Geld verdienen müssen“, erklärt der Bürgermeister. „Darauf müssen wir reagieren. Wir werden nicht drum herum kommen, mindestens zwei neue Krippengruppen zu schaffen.“ Die Gemeinde habe einen Platzbedarf und der müsse geschaffen werden.

Kitaausschuss tagt kommende Woche 

In der kommenden Woche wird der Kitaausschuss der Gemeinde zusammenkommen. Zu den Möglichkeiten, die Lage für Eltern von Kleinkindern zu entspannen, gehört die Gründung einer Übergangsgruppe im Dorfgemeinschaftshaus von Grebendorf, dem Beispiel der Stadt Eschwege folgend, wo im Dorfgemeinschaftshaus von Niederhone eine Krippengruppe eröffnet hat.

Eschwege hat ähnliches Problem 

Mit dieser Lösung überbrückt Eschwege die Zeit, bis der neue Kindergarten fertig gebaut ist. Das wird laut Fachbereichsleiter Jörn Engler voraussichtlich nicht vor Anfang 2021 der Fall sein. Platz soll dort dann für 75 Kitakinder und 36 Krippenkinder sein.

Denn auch in Eschwege sind Krippenplätze weiterhin knapp, bestätigt Engler. Aber durch die Krippengruppe für zwölf Kinder in Niederhone, die seit September besteht, hätte sich die Situation etwas entspannt. „Der Wartedruck ist nicht mehr so hoch, wir hatten schon angespanntere Zeiten.“ In Eschwege stehen aktuell 150 Krippenplätze zur Verfügung und zirka weitere 550 Plätze für Kinder ab drei Jahren.

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