Neuer Raum für Nachwuchs

Gemeinde Meinhard will in Grebendorf neue Kita bauen

Nach 60 Jahren ausgedient: Wenn der geplante Kita-Neubau in Grebendorf kommt, hat die alte „Villa Kunterbunt“ an der Bergstraße ausgedient.  
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Nach 60 Jahren ausgedient: Wenn der geplante Kita-Neubau in Grebendorf kommt, hat die alte „Villa Kunterbunt“ an der Bergstraße ausgedient. Archiv

Die Gemeinde Meinhard will im Ortsteil Grebendorf einen neuen Kindergarten mit voraussichtlich drei Regel- und drei Krippengruppen bauen.

Grebendorf - In Betrieb gehen soll die neue Einrichtung bereits zum Start des Kitajahres 2022/ 2023.

„Wir wollen in Zukunft keine Wartelisten mehr in der Gemeinde haben müssen“, erklärte Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill die Entscheidung der Kindergartenkommission der Kommune, der neben dem Gemeindevorstand und Bürgermeister auch die Elternbeiräte, die Kitaleitungen sowie Vertreter der politischen Fraktionen angehören.

Kitaplatzbedarf soll für Jahrzehnte gedeckt werden

Mit dem Neubau solle der Kitaplatzbedarf für die kommenden Jahrzehnte (bis 2040) gedeckt werden. Geplant sind 175 altersübergreifende Plätze und 36 Krippenplätze. Zugleich soll eine bisherige Krippengruppe im Ortsteil Frieda geschlossen werden, damit dort die räumliche Situation entzerrt werden kann. Die Kita in Schwebda hat zunächst Bestandsschutz und soll unverändert bleiben. Als künftiger Standort für den Kita-Neubau ist der Riethweg in Grebendorf im Gespräch.

Als relativ sicher gilt aber nach Aussage Brills, dass dann der bisherige Kindergarten in Grebendorf an der Bergstraße 1 ausgedient hat und geschlossen wird. Auch die Krippengruppe in Jestädt, die in diesem Jahr mit einer vorläufigen Befristung auf zwei Jahre eröffnete, würde dann überflüssig werden.

Mögliche Bau-Förderung durch Bund und Land

Um den Bau zu finanzieren, geht die Kommune von der von Bund und Land zugesagten Förderung in Höhe von 300 000 Euro je neu geschaffener Gruppe aus, insofern es sich um einen Bau auf der „grünen Wiese“ handelt. Für Meinhard wären das dann 1,8 Millionen Euro an Zuschuss von Bund und Land. Insgesamt rechnet die Kommune mit drei Millionen Euro Gesamtkosten, wenn sie in Modulbauweise baut. Hinzu kommt noch der Erwerb eines Grundstückes.

Allerdings tummeln sich die Kommunen bereits jetzt auf langen Fördermittelwartelisten. Bestes Beispiel ist die Gemeinde Wehretal, die eine neue Krippe mit drei Gruppen in Reichensachsen baut, aber derzeit vergeblich auf die Förderung wartet. Der Rohbau ist allerdings fast fertig, kommenden Sommer soll die Einrichtung den Betrieb aufnehmen.

Im Durchschnitt werden in Meinhard pro Jahr 30 Kinder geboren

Im Durchschnitt werden in der Gemeinde Meinhard in jedem Jahr 30 Kinder geboren. Das ergibt einen rechnerischen Platzbedarf von 60 Krippen-Plätzen. „So viele Plätze haben wir nicht“, sagt Brill, aber die Gemeinde gehe davon aus, dass nicht alle Eltern ihre Kinder sofort ab dem ersten Lebensjahr in einer Einrichtung unterbringen wollen – die Tendenz steige aber deutlich.

Die Gemeinde Meinhard gehört derzeit im Landkreis Werra-Meißner gemeinsam mit Hessisch Lichtenau zu den zuzugsstärksten Kommunen. Allein in diesem Jahr zogen 44 Personen nach Meinhard. (Stefanie Salzmann)

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