Grebendorfer Schloss 

Meinharder sollen jetzt zur Nutzung des Südflügels befragt werden 

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Verfällt zusehend: Der Südflügel der Gemeindeverwaltung ist in schlechtem Zustand. Der angrenzende Parkplatz wurde deshalb bereits halbseitig gesperrt.

In der seit Jahren währenden Diskussion um die Zukunft des Südflügels des Grebendorfer Schlosses sollen nun auf Antrag von ÜWG, CDU und FDP die Meinharder Bürger befragt werden.

Zuvor jedoch sollen sie, und zwar aus allen Meinharder Ortsteilen, in einer Bürgerversammlung umfassend über den Stand und die Optionen informiert werden. Darauf verständigte sich die Gemeindevertretung am Donnerstagabend während der Sitzung in Neuerode. Gegen den Antrag stimmten drei Gemeindevertreter der SPD, die anderen Mitglieder der SPD-Fraktion enthielten sich.

Kritisiert hatte die SPD, dass sich der Antrag zunächst nur auf die Bürger Grebendorfs bezog. Karsten Hose, der nicht nur für die SPD ins Gemeindeparlament nachgerückt ist, sondern zudem Ortsvorsteher von Motzenrode ist, sagte: „Die Zeche für den Südflügel müssen immerhin alle zahlen.“

Der Südflügel des Schlosses ist marode, zeitweise musste bereits der Hof der Gemeindeverwaltung aus Sicherheitsgründen halbseitig gesperrt werden. Die Besitzer haben ihre Bereitschaft zum Verkauf an die Gemeinde signalisiert, die hat für dieses Jahr 70 000 Euro für den Kauf des Gebäudes im Haushalt eingestellt. Die Summe ist allerdings bis zur endgültigen Entscheidung durch das Gemeindeparlament mit einem Sperrvermerk versehen.

Mit einer umfassenden Information der Bürger solle allerdings den Parlamentariern nicht die Entscheidung abgenommen werden. Vor allem die anschließende Befragung solle als Barometer dienen, was die Leute in Grebendorf eigentlich wollten, sagt ÜWG-Fraktionschef Rolf Eyrich.

Nach aktuellen Plänen der Gemeinde könnte das Gebäude, für viele Grebendorfer derzeit ein „Schandfleck“ in der Dorfmitte, mit Fördermitteln in einem sogenannten Kaltausbau saniert werden. Wie konkret der Bau dann mit Leben erfüllt werden könnte, darüber wird im Ort kontrovers diskutiert. Dennoch hofft Bürgermeister Gerhold Brill, dass es in den kommenden zwei Monaten zu einer Entscheidung kommt.

Friedhofssatzung

Die Gemeinde Meinhard hat ihre Friedhofssatzung gelockert. Mit der neuen Satzung ist erhabene und farblich gestaltete Schrift auf Grabsteinen künftig erlaubt, ebenso wie Grabplatten, die nicht aus Granit oder Sandstein bestehen. Wird eine Grabstelle vor dem Ablauf der vereinbarten Frist zurückgegeben, muss eine einmalige Gebühr an die Gemeinde gezahlt werden.

Die Optionen eines Friedwaldes und eines Urnenfeldes sind in der Satzungsänderung noch nicht aufgenommen.

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