Kreisbeigeordneter Wallmann über die volkswirtschaftliche Bedeutung des Mittelstands

Meisterfeier: Ohne das Handwerk geht es nicht

Schwebda. Der Wettbewerb wird härter, aber das Handwerk in Deutschland hat nach wie vor goldenen Boden.

Das unterstrich Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann, als er jetzt im Bürgerhaus Schwebda die Festrede zur Meisterfeier der Kreishandwerkerschaft Werra-Meißner hielt. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Handwerks sei immens, die Gesellschaft sei insbesondere auf den Mittelstand angewiesen, um Wohlstand und Lebensstandard zu sichern und nachhaltig auszubauen.

Dass das allerdings zunehmend mit Problemen verbunden sei, machte Wallmann an einem Beispiel deutlich. So kritisierte er etwa die Tatsache, dass insbesondere Bäcker und Fleischer immer stärker in den Wettbewerb mit „anonymen Industrieprodukten“ treten müssten. Diese seien zwar günstiger, aber meist von geringerer Qualität und obendrein schlecht für die regionale Wertschöpfung.

Auch der demografische Wandel stelle eine besondere Herausforderung für das Handwerk im ländlichen Raum dar. Für junge Menschen und Familien müssten Angebote geschaffen werden, die eine wirtschaftlich gesicherte Zukunft in Aussicht stellten. Ferner nannte Dr. Rainer Wallmann insbesondere die Energiewende als Chance für das heimische Handwerk: Sowohl bei Aktionen im Bereich Dämmung und Heiztechnik als auch beim Bau von verschiedenen Anlagen seien vor Ort Experten gefragt.

Schließlich sprach Dr. Rainer Wallmann allen geehrten Handwerkern des Abends, sowohl den Jungmeistern als auch den Jubilaren, Anerkennung und Glückwünsche aus. Er habe größte Hochachtung für den Meistertitel, da dieser für eine herausragende Qualifikation mit besonderer praktischer Relevanz stehe. Auch Kreishandwerksmeister Klaus Funke schloss sich diesen lobenden Worten an: Insgesamt 16 junge Männer und Frauen aus der Region haben ihre Meisterprüfungen bestanden. Klaus Funke forderte sie dazu auf, sich in den Organisationen des Handwerks einzubringen.

Er nutzte die Feierstunde außerdem auch, um einen aufstrebenden Jugendlichen zu ehren: So war es dem Elektroniker Lars Rohmund aus Germerode gelungen, Kammersieger beim Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks zu werden.

Von Melanie Salewski

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