2,2 Kilometer lang - 7,6 Millionen Euro teuer

Ortsumgehung Frieda am Samstag offiziell für Verkehr freigegeben

Frieda. Die Umgehungsstraße um den Meinharder Ortsteil Frieda wurde am Samstagmittag offiziell für den Verkehr freigegeben.

12 400 Ortsdurchfahrten, davon 1500 Lastwagen – so sahen die Verkehrsprognosen für den Meinharder Ortsteil Frieda für 2020 aus. „Das werden wir nicht mehr erleben“, versprach Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, zum Spatenstich der neuen Umgehungsstraße von Frieda am 16. Juli 2013. Etwas mehr als zwei Jahre hat es gedauert, aber jetzt ist sie fertig: Die neue 2,2 Kilometer lange Umfahrungsstraße für Frieda.

Rund 7,6 Millionen Euro hat die Umgehung gekostet und ist damit rund 2,6 Millionen teurer als zunächst geplant, dafür ist die Straße schneller fertig geworden – ursprünglich waren die Bauarbeiten bis Ende November geplant. Am Samstagmittag wurde die Ortsumgehung nun auch offiziell für den Verkehr freigegeben und Bomba ließ es sich nicht nehmen zu diesem Anlass wieder nach Frieda zu kommen. „Mir sind die Menschen hier ans Herz gewachsen“, sagte Bomba, der auch Frau und Tochter dabei hatte. „Die beiden wollten einmal echte Ahle Wurscht probieren“, fügte er mit einem Augenzwinkern an.

Verkehrsfreigabe für die Ortsumgehung Frieda

Dieses Stichwort ließ sich Landrat Stefan Reuß nicht nehmen: „Ich könnte Wetten, dass die Bürgerinitiative Ihnen eine ganzen Korb Ahle Wurscht zu kommen lässt, wenn Sie dafür sorgen, dass die gewünschte Radwegeunterführung noch kommt“, sagte er. Zusagen wollte Bomba dazu nicht machen, aber für die Kritiker am Radweg bei Frieda – bei dem die Radler die Bundesstraße überqueren müssen – gab es dennoch gute Neuigkeiten. Reuß hatte vor zwei Wochen verfügt, dass in dem Bereich 80er-Schilder aufgestellt sowie Straßenteiler errichtet werden, damit die Radler sicher die Bundesstraße queren können.

„Wir haben hart gekämpft – und gewonnen“, sagte Klaus Fischer von der Bürgerinitiative. Dem schloss sic auch der Bundestagabgeordnete Helmut Heiderich (CDU) an, der sich sehr für die Umgehung eingesetzt hatte: „Alle standen hinter dem Projekt und der Einsatz hat sich gelohnt.“ Bürgermeister Gerhold Brill versprach, das die Ortsdurchfahrt, die jetzt zur Gemeindestraße umgewidmet wird, noch schön gestaltet wird. „Jetzt wird es wieder kuscheliger und ruhiger in Frieda.“

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