Verliebt ins Werratal-Paar aus Niedesachsen findet Glück in Meinhard

Dirke Hadelar und Carola Goerlich in Grebendorf
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Haus ist fertig, der Garten muss noch: Das Paar Carola Goerlich und Dirk Hadelar sind aus Niedersachsen nach Grebendorf gezogen. Sie haben hier gebaut und wollen hier alt werden, weil sie hier alles finden. 

Ein Paar aus Niedersachsen hat sich bei der Suche nach seinem Altersruhesitz ins Werratal verliebt. Jetzt wohnen sie in Grebendorf. 

Grebendorf – Sie fühlen sich noch ein bisschen wie im Urlaub. Carola Goerlich (49) und ihr Mann Dirk Hadelar (60) sitzen auf ihrem neuen Sofa in ihrem neuen Haus in Grebendorf und sehen aus wie zwei Menschen, die ihr Glück noch nicht fassen können.

Das Paar lebte bis August in dem Landstrich zwischen Braunschweig und Wolfsburg. „Die Gegend war gut zum Arbeiten und zum Geldverdienen“, sagt Hadelar, der für VW als Entwicklungsingenieur gearbeitet hat. Aber beiden sei klar gewesen, wenn Dirk Hadelar nicht mehr arbeiten muss, „dann ziehen wir in eine schicke Gegend“.

Entdeckten Werratal in HR-Doku über Werra-Burgen-Steig 

2016 unterzeichnet er seinen Altersteilzeitvertrag und die Pläne nehmen Kontur an. Eigentlich wollten sie noch viel weiter in den Süden, aber dann sitzen sie eines Abends zusammen vor dem Fernsehen, wo im Hessischen Rundfunk eine 90-minütige Dokumentation über den Werra-Burgen-Steig läuft. „Dort isses aber schön“, schmachten beide und machen sich auf die Suche, zunächst in der Gegend um Hann. Münden, dann rücken sie nach Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf vor. „Dabei haben wir gelernt, dass man auf der richtigen Seite des Berges wohnen muss, weil man sonst keine Sonne hat“, sagt Hadelar. Sie schauen sich Eschwege an und haben Kontakt zum Meinharder Bauamt, und dann gibt es ein Grundstück. Groß genug für einen Flachbau, direkt am Feld gelegen mit Blick auf die Eschweger Leuchtberge. Innerhalb einer Woche fällt die Entscheidung, und sie unterschreiben den Kaufvertrag.

Barrierefreier Flachbau am Ortsrand von Grebendorf

Jetzt steht am Ortsrand von Grebendorf ein barrierefreier Flachbau. „Wir wollen hier alt werden“, sagt Carola Goerlich, die als Betriebswirtin sofort Arbeit in einer Eschweger Steuerkanzlei gefunden hat.

Sie lieben Motorradfahren und Wandern - beides geht vor der Haustür

Als leidenschaftliche Motorradfahrer und Wanderer lieben sie die Berge, die „hier nicht zu hoch sind, aber durchaus ordentlich“. Der See ist vor der Tür, das Schloss Wolfsbrunnen am Hang zu sehen. „Alles, was wir mögen, haben wir direkt vor der Haustür“, sagt Carola Goerlich. Auch die Nähe zu Eschwege sei ideal, sie kann mit dem Rad zur Arbeit, der Weg zur Eisdiele geht auch zu Fuß, alles, was man zum Leben braucht, gäbe es in der Kleinstadt. Sie vermissen nichts – im Gegenteil. „Wir sind keine Bargänger und investieren lieber in unser Zuhause und schaffen uns eine Wohlfühloase.“

Willkommen im Dorf

In Grebendorf haben sie sich vom ersten Tag an willkommen gefühlt. „Wir kennen hier schon mehr Leute, als wir in den vergangenen zehn Jahren kennengelernt haben“, sagt Hadelar. Nachbarn hätten spontan geholfen, ab und zu kommt jemand vorbei, stellt sich vor. Auch beim Grebendorfer Heimatfest Mitte September war das Paar schon. Den Haken suchen sie noch.

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