Alternativvorschlag zum bisherigen Trassenverlauf

Bürgerinitiative: Unterführung der Frieda soll für Radweg-Verlauf genutzt werden

Für ihre Sicherheit: Familien und Touristen nutzen den Radweg zwischen Wanfried und Frieda entlang der Werra – wie hier Familie Rüger bei Rad+Fun – hauptsächlich. Foto: W. Skupio/Archiv

Frieda. Mit einem Alternativvorschlag zur bisherigen Trassenführung des Radwegs bei Frieda parallel zur B 249 schaltet sich Bernd Appel, jahrelanger Kämpfer für die Ortsumfahrung, in die Diskussion ein. Appel schlägt vor, die bereits geplante Unterführung des Flüsschens Frieda für die Radfahrer zu nutzen.

Unter der neu gebauten Ortsumfahrung fließt die Frieda hindurch, um anschließend in die Werra zu münden. Diese bereits vorhandene Unterführung soll dafür genutzt werden, damit Radfahrer und Fußgänger sicher die Bundesstraße queren können. Anschließend soll ein Radweg entlang der Frieda auf den früheren Weg führen. Bereits 2007 hatte die Gemeindevertretung Meinhard diesen gemeinsamen Vorschlag aller Fraktionen dem damaligen Amt für Straßen- und Verkehrswesen (heute Hessen Mobil) zukommen lassen. Die damaligen Fraktionsvorsitzenden Harald Schädler (SPD), Helmut Wagner (FDP/ÜWG) und Michael Brüss (CDU) hatten die Kreuzung als „Risiko für Familien“ und „Verschlechterung für Radtouristen“ bezeichnet. „Es ist schon traurig, dass dem Antrag der Gemeindevertretung nicht gefolgt wurde“, sagt Bernd Appel von der Bürgerinitiative (BI) „Pro Südumgehung“. „Es wäre die bessere Lösung gewesen. Ein paar Kubikmeter Schotter hätten gereicht und die Kuh wäre vom Eis.“ Vergangene Woche hatte der Kreisverband des Allgemeinen Fahrradclubs Deutschland (ADFC) die Missstände angeprangert. Einwendungen konnten aber nur bis zum Herbst 2010 gemacht werden. Alle Bedenken wurden vom Regierungspräsidium verworfen.

Für die Radweg-Alternative soll Appels Idee nach die alte Bahntrasse genutzt werden, die sich im Moment noch im Besitz der Deutschen Bahn befindet. „Die ehemaligen Gleisanlagen sollten, wie schon zwischen Wanfried und Altenburschla, geteert und für den naturfreundlichen Radfahrer freigegeben werden“, schlägt Appel vor. „Für Frösche und Kröten hat man recht viel Beton verbaut, vielleicht kann der Mensch sich ja auch per Rad an dem erhofften Ergebnis erfreuen“, sagt Appel, der gegenüber unserer Zeitung andeutet, die Bürgerinitiative wieder zu aktivieren und die Radweg-Alternative „genauso unnachgiebig verfolgen will, wie die Realisierung der Südumgehung“.

 Von Tobias Stück

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