„Wollen nur dem Sport nachgehen“

SG FSA äußert sich zum Vorwurf der Lärmbelästigung auf Sportplatz Frieda

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Die Sportler wollen auch was für das Ambiente und ihre Fans bieten: Bei besonderen Spielen der Spielegemeinschaft Frieda/Schwebda/Aue (SG FSA) gibt es musikalische Untermalung sowie Ansagen über Lautsprecher.

Nachdem inzwischen ein zweiter Anrainer des Sportplatzes in Frieda angekündigt hat, gegen die Lärmbelästigung des Sportplatzbetriebes klagen zu wollen, meldet sich die Spielgemeinschaft Frieda/ Schwebda/ Aue (SG FSA) zu Wort.

Lucas Harbich, Mitglied des Vorstandes der SG FSA und selbst Fußballspieler, schildert zahlreiche Maßnahmen, die der Verein in den vergangenen Jahren ergriffen und umgesetzt habe, um die Belastung durch den Spielbetrieb für die Anwohner möglichst gering zu halten.

Zu den von Anwohnern beklagten Vereinsfeiern schreibt Harbich: „Die letzte große Vereinsfeier auf dem Sportplatz war das 70-jährige Bestehen der SG FSA im Jahr 2018.“ Dabei sei nach dem Jubiläumsspiel gegen die Traditionsmannschaft der Offenbacher Kickers mit den Spielern und Zuschauern noch das WM-Spiel Deutschland gegen Schweden angeschaut und der Last-Minute-Sieg im Anschluss noch etwas bejubelt worden. Private Feiern auf dem Sportplatz fänden, so Harbich, auf Wunsch des Vorstandes schon seit einigen Jahren nicht mehr statt, um den Nachbarn die Lautstärke nicht zuzumuten. Selbst die beliebten Saisonabschlussfeiern seien vom Verein verschoben worden, um einer Auseinandersetzung mit den Nachbarn aus dem Weg zu gehen.

Lautstärkepegel "erträglich"

Lucas HarbichVorstand SG FSA

Vorstands- und Spielersitzungen sowie Arbeitseinsätze seien die einzigen Veranstaltungen, die noch außerhalb des Spielbetriebs auf dem Sportplatz in Frieda stattfänden. „Dennoch ist es uns hoffentlich noch erlaubt, nach Trainingseinheiten und Punktspielen die Kameradschaft nicht gleich fallen zu lassen, sondern noch etwas zusammenzustehen.“ Man habe sich aber auch dabei bemüht, den Lautstärkepegel erträglich zu halten. „Bewusste Provokation sowie nächtliche Polizeieinsätze lagen jedenfalls nicht vor.“ Auch dem Vorwurf, dass Spiele in Konzertlautstärke über einen „Beschallungsbus“ musikalisch und per Megafon begleitet werden, widerspricht Harbich.

„Nach unseren sportlichen Erfolgen in den letzten Jahren haben wir uns, wie andere Fußballvereine im Werra-Meißner-Kreis auch, dafür entschieden, die Spiele gegen benachbarte Mannschaften mit einer musikalischen Umrandung auszustatten und die gerade in der Kreisoberliga erhöhten Fanzahlen via Ansagen zu koordinieren.“

Die beiden Musikboxen würden dazu extra weg von den angrenzenden Nachbarn und hin zum gegenüberliegenden Eichenberg gedreht, damit die Beschallung so gering wie möglich ausfalle. „Das Wohnhaus der Kläger liegt dabei vollständig im Rücken der Lautsprecher, der Wassergraben ist davon ebenfalls nicht betroffen“, so der Fußballspieler. Neben den Boxen könne man sich noch normal unterhalten. Zudem käme die Lautsprecheranlage nur bei besonderen Spielen zum Einsatz. „Andere Vereine dürfen doch auch etwas für Ambiente sorgen – warum dann nicht auch die SG FSA?“, fragt Harbich.

Gespräch bei Bratwurst und Bier

Zu den angeblichen „Bewässerungsorgien“ des Rasenplatzes sagt Harbich, dass die Bewässerung in enger Zusammenarbeit mit Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill stattfinde. An die Anrainer richtet Harbich ein Angebot: „Manchmal kann ein Gespräch bei Bratwurst und Bier gar nicht so schlecht sein“, sagt er. „Vielleicht überzeugen auch Sie sich mal von unserem Verein, der doch nur dem geliebten Sport nachgehen möchte.“

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