Eschweger hat Immobilie gekauft

Grebendorf: Wanderheim Siechenborn jetzt in Privatbesitz

Eigentümerwechsel für Wanderheim Siechenborn: Ende vorigen Jahres ist die mitten im Wald gelegene Immobilie verkauft worden. Das Haus war in den 1940er-Jahren vom Werratalverein gebaut und bisher auch genutzt worden.
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Eigentümerwechsel für Wanderheim Siechenborn: Ende vorigen Jahres ist die mitten im Wald gelegene Immobilie verkauft worden. Das Haus war in den 1940er-Jahren vom Werratalverein gebaut und bisher auch genutzt worden.

Das Wanderheim Siechenborn im Wald oberhalb von Grebendorf ist verkauft. Wie Christof Möller von Sparkassenimmobilien bestätigt, sei der Kauf Ende 2020 abgewickelt worden.

Grebendorf – Der Werratalverein Eschwege, der das idyllisch im Wald gelegene Wandervereinsheim dort 1945 bauen ließ, hatte zu Beginn vorigen Jahres entschieden, sich von der Immobilie zu trennen.

„Ich freue mich sehr, dass Siechenborn verkauft ist“, sagte Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill. In Vorgesprächen mit den potenziellen Käufern habe die Gemeinde ihre Unterstützung zugesagt – vor allem bezüglich der Wasserversorgung. Denn für das über 200 Quadratmeter Fläche umfassende Vereinsheim gibt es keinen direkten Wasseranschluss, die Wasserversorgung wurde über eine dort befindliche Quelle geleistet. Daran war vor zwei Jahren auch die Nutzung von Siechenborn als Waldkindergarten gescheitert. Jetzt solle, so Brill, eine Wasserleitung von dem oberhalb gelegenen Trinkwasserhochbehälter in Neuerode zu dem Waldheim gelegt werden.

Privater Unternehmer aus Eschwege kauft Wanderheims Siechenborn bei Grebendorf

Bei dem Käufer der Immobilie soll es sich um einen privaten Unternehmer aus Eschwege handeln. Weil das Wanderheim aber baurechtlich nur von Vereinen genutzt werden darf, will dessen Tochter dort einen Wanderverein etablieren.

Weder der Käufer noch dessen Tochter wollten zum jetzigen Zeitpunkt dazu Details bekannt geben. Der jetzige Käufer hatte sich bereits vorigen Jahres für die Immobilie interessiert, konnte sich aber seinerzeit mit dem Werratalverein nicht einigen. Daraufhin hatte der Verein, der sich wegen der großen Überalterung in seinen Reihen von dem Haus trennen wollte, das Wanderheim in die Hände der Sparkassenimmobilie gegeben. Diese hatte das Haus „Siechenborn“ auf verschiedenen Portalen, unter anderem auf Ebay-Kleinanzeigen, beworben.

Dabei hatte die Sparkasse vor allem Vereine angesprochen mit Slogans wie „Euer gemeinsamer Platz für eure gemeinsame Leidenschaft!“. An rein private Kaufinteressenten richtete sich das Angebot der Sparkasse dafür seinerzeit nicht. Dafür seien die Brandschutzauflagen viel zu hoch, sagte Möller damals.

Wanderheim Siechenborn bei Grebendorf besteht seit 1940er-Jahren

Das seit den 1940er-Jahren bestehende Wanderheim Siechenborn hat 18 Gästezimmer, Duschen und Toiletten. Der Eschweger Verein hatte die Räume immer wieder an befreundete Wandergruppen und Vereine vermietet, das Haus auch für eigene Treffen und Feste genutzt.

Auf der Jahresversammlung im Februar vorigen Jahres hatten die Mitglieder mit großer Mehrheit dem Verkauf des Wanderheimes zugestimmt. Hauptgrund war vor allem die Überalterung in den Vereinsreihen. Die Bewirtschaftung und Pflege des Wanderheimes konnte kaum noch geleistet werden. (Von Stefanie Salzmann)

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