Ein Zeichen gegen die Pferdesteuer: Kreisreiterbund Werra-Meißner stellt die Basisarbeit der Vereine vor

Sport und Spiel rund ums Pferd

Ausbildung von Jungpferden: Katrin Gerth zeigt, wie das Einfahren von Fahrpferden vor dem Sattel funktioniert.

Grebendorf. Hochklassiger Spring- und Dressursport ist nur die Spitze des Eisbergs im Umgang mit Pferden. Die Basis bilden die unzähligen Freizeitreiter, die kleinen und größeren Reitschulen und Vereine, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Und so trifft die Erhebung der Pferdesteuer diese besonders empfindlich.

Der Kreisreiterbund Werra-Meißner spricht sich gegen die Pferdesteuer aus. „Deshalb haben wir das erste Pferdefestival ins Leben gerufen, um der Öffentlichkeit einen Überblick über die Vereinsarbeit zu geben und zu zeigen, wie vielfältig der Pferdesport ist und dass jedermann daran teilhaben kann“, sagt der Vorsitzende, Jörg Zeidler. Auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins Meinhard zwischen Jestädt und Grebendorf, verfolgten mehrere hundert Zuschauer die Schaubilder und informierten sich.

Beeindruckend etwa das Beispiel des Reit- und Therapiezentrums Witzenhausen. Auf dem Platz in Grebendorf führte Ausbilderin Carmen Schrader die Arbeit des therapeutischen Reitens vor. Ihre Schülerin, die nach einem Schlaganfall links halbseitig gelähmt ist, kann auf Therapie-Pony Robbie trotz ihrer Behinderung wieder Selbstvertrauen im Sport gewinnen.

Im Therapiezentrum werden nicht nur Reiter ausgebildet. Auch Kindern mit Problemen wird hier auf ihrem Weg ins Leben geholfen. 26 Schülerinnen und Schüler zeigten in einer Steckenpferd-Quadrille, wie gut sie als Team zusammenarbeiten können.

Aber auch Pferde müssen ausgebildet werden. Während Silke vom Hirscheydt in Jahren des harten Trainings mit ihrem Dressurpferd zusammengewachsen ist und es selbst bis Klasse S ausgebildet hat, nimmt Katrin Gerth junge Fahrpferde vor den Sattel, um sie an die Arbeit im Geschirr zu gewöhnen. Die jüngsten Reiter lernen im Reit- und Fahrverein Meinhard bei Jessica Buchbach an der Longe das Gleichgewicht auf dem Pferderücken zu halten. Bereits Fünfjährige, wie Lynn oder Pauline, beherrschen so schon erste Voltigierlektionen.

Die Vielseitigkeit wird auch im Reitverein Wanfried großgeschrieben. Hier haben die jugendlichen Vereinsreiter nicht nur die Möglichkeit, an Geländehindernissen zu trainieren, sondern können im Ringe stechen, das sie bei historischen Veranstaltungen vorführen, auch einfach Spaß haben.

Von Kristin Weber

Kreisreiterbund Werra-Meißner stellt die Basisarbeit der Vereine vor

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