Porträt

Sportler und Wachholderjäger - Peter Thull hat lange den TV Schwebda geführt

Zehn Jahre war Peter Thull Vorsitzender des TVS: Hier präsentiert er das Buch mit vielen Bildern seiner Ära, ein Geschenk der Vorstandskollegen zum Abschied.
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Zehn Jahre war Peter Thull Vorsitzender des TVS: Hier präsentiert er das Buch mit vielen Bildern seiner Ära, ein Geschenk der Vorstandskollegen zum Abschied.

Lange war Peter Thull Vorstandsvorsitzender. Nun wurde er zum Ehrenvorsitzenden des TV Schwebda ernannt.

Schwebda – „Danke für deinen Einsatz, deine Geduld, deine Menschlichkeit, deine Aufmerksamkeit, deine Hilfsbereitschaft und deine Loyalität.“ Mit dieser schriftlich formulierten Lobeshymne haben die Vorstandskollegen des TV Schwebda ihren Vorsitzenden Peter Thull, der von 1999 bis 2009 an der Spitze stand, verabschiedet.

Gleichzeitig durfte er sich über die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden freuen.

Einen neuen Vorsitzenden hat der Verein nicht direkt präsentieren können, Ralf Jatho hat die Geschicke zunächst kommissarisch gelenkt, ehe er 2010 offiziell das Amt des ersten Vorsitzenden übernommen hat. Er steht auch in der Gegenwart noch in der Verantwortung.

Das Abschiedsgeschenk

„Ich muss gestehen, diese Abschieds-Überraschung in Form eines Buches mit guten Texten und ganz vielen nach dem Verlauf der Jahre gegliederten Bildern sowie dem abschließenden Dank der 16 Abteilungen, die sich unter dem TVS-Dach formiert haben, war mehr als gelungen und eine große Ehre für mich“, so Peter Thull beim WR-Gespräch.

„Beim Blick zurück denke ich an Markus Siegel, der 1999 in meiner Ära der erste Leichtathletik-Vereinsmeister war. Oder ein Jahr später konnte ich die kleine Selina Brand als 500. Mitglied aufnehmen“, kann Peter Thull auch eine positive Bilanz über die Feierlichkeiten anlässlich des 90-jährigen Bestehens im September 2002 ziehen.

Die 16 intakten Sparten

„Es ist schon etwas Außergewöhnliches, wenn du auf stete Rückmeldungen von 16 intakten Abteilungen schauen kannst“, macht Peter Thull an dieser Stelle deutlich, dass er gerne allen Sparten namentlich seinen Dank aussprechen möchte: „Da gibt es schon immer die Fußballer, die zur SG FSA gehören, der ältesten Spielgemeinschaft in Hessen.

Aufstrebend und somit erfolgreich sind ohne Frage die Sportarten Taekwon Do und Badminton, aber auch die Volleyballer, die Jazzdance- und Step-Tanz-Gruppen, die Montags- und Freitags-Prellballer, die Leichtathleten, die unterschiedlichen Nachwuchs-Turngruppen, die Gymnastik-, die Eltern-Kind- und die Fit ab 50-Sparten sowie die lustigen Federbällchen haben dafür gesorgt, dass ich von der Spitze aus immer ganz viel Optimismus ausstrahlen konnte“, schwärmt Peter Thull.

Die Ohren immer auf

Und wenn die einzelnen Sparten den Vereinsvorsitzenden gebraucht haben, dann war er da, um mitzuhelfen. Stellvertretend für alle spricht er den 50. Geburtstag der Prellballer an, wo er für die Moderation des Festes verantwortlich war.

„Ja, ich hatte die Ohren immer auf für die Sorgen und Nöte und bin gerne hilfreich ins Boot gesprungen und habe es zum rettenden Ufer gerudert.“

Klar, dass dieses Engagement für die großen und kleinen Mitglieder bei übergeordneten Vereinigungen und Verbänden nicht unbeobachtet geblieben ist. So bekam Peter Thull 2010 die Ehrenurkunde der Gemeinde Meinhard für konstruktive und ehrenamtliche Tätigkeiten als TVS-Vorsitzender.

Zitate vom altehrwürdigen Turnvater Jahn gebrauchte die damalige Turngau-Vorsitzende Renate Hüther, die ihn 2009 mit der Gauehrennadel in Silber auszeichnete, im gleichen Jahr bekam er die Ehrenurkunde vom Landessportbund.

Die Vereinsehrungen

Vereinsinterne Auszeichnungen für den vielseitigen Sportler, der seit 1964 dem TV angehört, für die 40- und 50-jährige Mitgliedschaft durften nicht fehlen, zumal er während der Zeit als Vorsitzender quasi Tag und Nacht für „seinen TVS“ organisationstechnisch unterwegs war.

So auch bei den traditionellen Himmelfahrtwanderungen oder den Leichtathletik-Vereinsmeisterschaften. Auch der Sportplatzneubau mit der feierlichen Einweihung sowie die Umgestaltung vom Bürgerhaus fallen in seine Vorstandsära.

Die Symbolfigur

Anhängig zu seinen sportlichen Ambitionen beteiligte sich Peter Thull bei den örtlichen Veranstaltungen, allen voran bei den Kirmesfeiern. Ab der Kirmes 1996 sogar in einer völlig neuen Rolle.

„Albert Heuckeroth, der mich schon als Kind mit seinen künstlerischen Qualitäten beeindruckte und sozusagen der Vater des Schwebdaer Heimatmuseums war, hat unsere Symbolfigur, den Wachholderjäger, als Zementplastik geschaffen.

40 Jahre stand diese Statue am Lindenanger, ehe sie 2001 durch ein Bundsandstein-Gebilde ersetzt wurde“, so Peter Thull, der von der besagten Kirmes an bei unzähligen Anlässen die Symbolfigur verkörperte.

„Als ich 1996 Willi Blum als Wachholderjäger ablöste, begann für mich eine Epoche, die ich nie mehr missen möchte“, erklärt der 65-Jährige voller Freude, dass die alte Statue ihren Platz in der Scheune seines Hofes fand.

Der Kirchenvorstand

Aus gesundheitlichen Gründen musste Peter Thull zuletzt des Öfteren passen, wenn die Rolle des Wachholderjägers gefragt war: „Für mich ist dann Klaus Böttner in die Bresche gesprungen“, spannt er den Bogen abschließend zu seiner Mitarbeit im Kirchenvorstand, das Amt übte er von 2007 bis 2013 aus.

Stolz ist Peter Thull auf seinen siebenjährigen Sohn Florentin, der natürlich Mitglied im TV Schwebda ist.

Von Harald Triller

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