Bernd Scheller machte bei Quadrathlon-WM mit - und sammelte Spenden

Frieda. Gleich in mehrfacher Hinsicht war der Friedaer Bernd Scheller am Wochenende erfolgreich unterwegs: Zum einen hat er es bei der Weltmeisterschaft im Quadrathlon im thüringischen Schleusingen ins Ziel geschafft - und das nicht als Letzter - zum anderen hat er ganz nebenbei Geld für Amnesty International gesammelt.

„Ich habe mich bereits früher für Amnesty International eingesetzt und so konnte ich meinen Sport mit einem guten Zweck verbinden“, sagt er. Das Prinzip von Amnesty in Bewegung ist es über eine eigene Spendenseite Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen dazu zu bringen, einen selbst festgelegten Betrag für die sportliche Leistung zu spenden. So hat Scheller für den Quadrathlon 480 Euro zusammenbekommen und könnte sich vorstellen, so etwas beim nächsten großen Sportevent zu wiederholen. „Allerdings sollte man das nicht zu oft machen, denn sonst hat man keine Freunde mehr“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

Zum Sport gekommen ist Scheller bereits in seiner frühesten Jugend. „Angefangen habe ich mit Leistungsschwimmen, heute ist das Schwimmen allerdings meine schlechteste Disziplin“, sagt er. Beim Quadrathlon hat ihn besonders das Kajakfahren gereizt, sagt der beim Radclub Wehretal beheimatete Sportler.

„Für die WM in Schleusingen habe ich mir extra ein Sportkajak ausgeliehen.“ Eine äußerst wacklige Angelegenheit, aber dennoch sei er im Boot sitzen geblieben, ist der 54-Jährige froh. Dass er überhaupt ins Ziel gekommen ist, ist für ihn eine gute Leistung. „Man macht den Sport ja für sich und nicht für andere“, sagt er. Doch gerade in diesem Jahr ist er etwas gehandicapt, denn zu Beginn des Jahres hatte er einen Unfall mit dem Mountainbike und danach Probleme mit der Hüfte. „Doch den Werraman habe ich auch schon gut überstanden“, sagt Scheller.

Bernd Scheller machte bei Quadrathlon-WM mit - und sammelte Spenden

Zum Trainieren ist er auch oft mit dem Mountainbike in den Wäldern rund um Frieda unterwegs. Das angedachte neue Waldgesetz, durch welches das Radeln im Wald stark einschränkt würde, findet er überzogen. „Ich bin ja auch so ein grüner Patschen und denke an die Umwelt“, sagt er. Klar sei es auch, dass man Regeln einhalten müsse. „Keiner sollte mit seinem Rad das Unterholz platt fahren“, sagt er. Allerdings müsse aber auch die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben und hier in der Gegend seien beispielsweise gar nicht so viele Leute im Wald unterwegs.

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