Weiterer Anwohner fühlt sich belästigt

Sportplatz Frieda: Zweiter Anrainer will klagen

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Spielbetrieb hat begonnen: Diese Woche trainierten die Fußballer der SG Frieda/Schwebda/Aue wieder auf ihrem Platz in Frieda.

Anders als bisher von der Gemeinde Meinhard und dem Friedaer Sportverein dargestellt, fühlt sich nicht nur ein einzelner Anwohner des Sportplatzes in Frieda durch Musik, Megafon-Ansagen und Feiern neben und flankierend zum Spielbetrieb auf dem gemeindeeigenen Platz belästigt.

Eine Familie klagt inzwischen gegen die Gemeinde vor dem Verwaltungsgericht (WR berichtete).

Michael Rösler, ebenfalls Anrainer des Sportplatzes, fühlt sich genauso durch den „Sportbetrieb, Feiern und die ewigen Bewässerungsorgien“ gestört. „Nun, da ich jetzt weiß, dass schon ein Anwohner geklagt hat, werde ich natürlich für mich auch eine Lärmschutzwand fordern“, so der Anwohner. Diese werde, so schätzt er, nicht 50.000 Euro kosten, sondern leicht das Dreifache. Hier sei der gesamte Wassergraben in voller Länge betroffen. Die Straße Wassergraben grenzt nördlich an den Sportplatz. Die gegen die Gemeinde bereits klagende Familie wohnt auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes.

Beschallung bei Feiern und Fußballspielen

Wegen der Beschallung bei Feiern und Fußballspielen bis tief in die Nacht hinein habe Rösler in den vergangenen Jahren schon oft die Polizei um Unterstützung gebeten.

Die Vorfälle der letzten Jahre hätten für ihn das Fass zum Überlaufen gebracht, berichtet Michael Rösler.

Neben der Lärmbelästigung, die nun auch wieder mit der Aufnahme des Spielbetriebes nach der Corona-Pause zunehmen dürfte, fordert Rösler die Gemeinde auf, „das ständige Bewässern des Sportplatzes mit Trinkwasser zu unterlassen“. Für den Fall, dass die Kommune die Wasserverschwendung nicht einstelle, kündigte Rösler auch hier gerichtliche Schritte an. 

Verschwendung von Trinkwasser

Aus E-Mails zwischen Rösler und der Gemeinde, die der Redaktion vorliegen, geht hervor, dass Rösler seit 2013 bei der Gemeinde anmahnt, die Verschwendung von Trinkwasser einzustellen. Die Verwaltung hat die Bewässerung damit begründet, dass eine Sanierung des Rasens wegen mangelnder Bewässerung deutlich teurer komme. Bürgermeister Gerhold Brill bestätigt die regelmäßige Bewässerung des Platzes in Frieda. „Wenn wir den Rasen kaputtgehen lassen, wird es wesentlich teurer“, sagte er. Dann wäre der Platz nicht mehr bespielbar. „Wenn wir Wasser aber wegen der Trockenheit rationieren müssen, wird das eingestellt.“

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