Spatenstich vielleicht noch dieses Jahr

B 249: Umfahrung für Frieda kommt

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So eng geht es zurzeit auf der Ortsdurchfahrt von Frieda zu

Das wohl am längsten geplante Straßenprojekt Deutschlands wird endlich realisiert: Die Ortsumgehung der B 249 um Frieda wird gebaut.

Frieda. Das wohl am längsten geplante Straßenprojekt Deutschlands wird endlich realisiert: Die Ortsumgehung der B  249 um Frieda wird gebaut. Die frohe Botschaft verkündete am Mittwoch der Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich (CDU) in seinem Bericht aus Berlin bei einer Infoveranstaltung der CDU Wanfried.

„Frieda steht auf der Prioritätenliste des Verkehrsministeriums auf Platz eins“, sagt Heiderich. Gemeinsam mit Staatssekretär Rainer Bomba, der sich im März vor Ort von der Notwendigkeit der Ortsumgehung überzeugt hat, hat Heiderich für Frieda verhandelt. Etwa fünf Millionen Euro wird die Umleitungsstrecke kosten. Das Projekt profitiert dabei von der zusätzlichen Finanzspritze für die Verkehrsinfrastruktur in Höhe von 750 Millionen Euro, die die Bundesregierung jüngst beschlossen hat.

Zudem wollen Bomba und Heiderich aus Rückläufern, Geld das andere Straßenprojekte nicht verwendet haben und zurückgeben mussten, eine Anschubfinanzierung hinbekommen, so dass es noch dieses Jahr losgehen kann. „Dann wäre der Spatenstich noch pünktlich im 75. Planungsjahr“, sagt Heiderich.

Die gute Nachricht aus Berlin kommt gerade richtig: Bei allen harten Sparverhandlungen rund um den Schutzschirmantrag komme so eine Neuigkeit mehr als recht. „Ich freue mich für Frieda, dass die Menschen dort endlich zur Ruhe kommen“, sagt Bürgermeister Hans Giller. In vielen Orten sei man skeptisch, wenn die Hauptstraße wegfalle, aber in Frieda sei es mittlerweile mehr als erwünscht. Durch die enge Ortsdurchfahrt fahren täglich dutzende Lastwagen, eine echte Gefahr für Fußgänger, zumal der Bürgersteig an einigen Stellen fast nicht vorhanden ist.

Erste Pläne von 1937

Groß ist die Freude auch bei Bernd Appel. Als Vorsitzender der Bürgerinitiative Pro-Südumgehung kämpft er seit zwölf Jahren für den Bau der Umgehungsstraße. Den Wunsch nach einer Umgehung des Ortskerns gibt es allerdings schon viel länger. „Bereits 1937 gab es die ersten Pläne, die so ähnlich sind wie die heutigen“, sagt Bernd Appel. Zur Gemeindevertretersitzung am 13. Dezember wollen Bomba und Heiderich die offiziellen Beschlüsse bekanntgeben. „Ich hoffe das versprochen Schwein ist bis dahin gemästet“, sagt Heiderich.

Von Diana Rissmann

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