Veranstaltungshalle wird saniert: Neujahrskonzert fällt aus

Begeisterten im Januar beim Neujahrskonzert des TSV Frieda: Die Musiker des Johann-Strauß-Orchesters aus Frankfurt mit den den Solisten Christiane Linke (Sopran) und Stefan Lex (Tenor) unter der Leitung von Stefan Ottersbach (rechts). Foto: Archiv

Frieda. Traurige Nachrichten für alle Freunde des traditionellen Neujahrskonzertes des Turn- und Sportvereins Frieda: Das Konzert mit dem Johann-Strauß-Orchester aus Frankfurt Anfang Januar muss abgesagt werden. Grund: Der Veranstaltungsort – die Weinberghalle in Frieda – wird saniert.

Im Verein hat man sich die Entscheidung, das Neujahrskonzert abzusagen, nicht leicht gemacht. „Vielleicht starten die Sanierungsarbeiten etwas später und wir hätten es noch stattfinden lassen können – aber das finanzielle Risiko war zu hoch“, sagt Wolfgang Rautenhaus von TSV Frieda. Für den relativ kleinen Verein sei das Konzert immer auch ein finanzielles Risiko, vor allem da in den vergangenen Jahren wegen zahlreicher Konkurrenzveranstaltungen am selben Wochenende die Besucherzahlen rückläufig waren. „Rund 250 Besucher brauchen wir, um kostendeckend zu arbeiten, das haben wir in den vergangenen Jahren schon nicht mehr ganz geschafft, aber dank der großartigen Sponsoren konnte das Konzert jedes Jahr stattfinden“, sagt Rautenhaus.

Es wäre das 24. Neujahrskonzert des Vereins gewesen: Angefangen hat alles am 8. Januar 1995 auf Initiative des damaligen Vorsitzenden Horst Schott“, erklärt Wolfgang Rautenhans. Damals spielte das Werraland Orchester unter der Leitung von Horst Becker. Das erste Konzert begeisterte, und so habe sich die Musikveranstaltung mit Sektempfang im Januar in den darauffolgenden Jahren etabliert, sagt Rautenhans. Im Jahr 2006 zeichnete sich dann ab, dass das Werraland Orchester nicht mehr teilnehmen konnte.

Daraufhin kam der Kontakt mit dem Frankfurter Johann-Strauß-Orchester zustande. Die Verhandlungen waren erfolgreich und die Musiker ließen sich mit nordhessischen Spezialitäten in den Meinharder Ortsteil locken. „Nach dem Konzert gibt es für die Musiker am Büfett die beliebte Ahle Wurscht“, erklärt Rautenhaus. Dass es im Januar nun nicht klappt, hat auch die Musiker aus der Mainmetropole traurig gestimmt, deshalb ist Rautenhaus guter Hoffnung, dass das Orchester wieder kommt, wenn die Weinberghalle fertig saniert ist: „Ich hoffe jetzt einfach, dass die Arbeiten nicht so lange dauern und wir es 2019 nicht ebenfalls ausfallen lassen müssen.“

Die Hallensanierung stelle die Vereine in Frieda allgemein vor große Herausforderungen: „Wir suchen derzeit dringend Ausweichquartiere für die zahlreichen Veranstaltungen wie die Sportstunden oder auch die Faschingsfeiern.“

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