Ab heute Abend wird’s hier entspannter

Vollsperrung auf der B 249 beendet – Umleitungsstrecke wird entlastet

Ging zwei Wochen eng zu: Auf der schmalen Landstraße zwischen Aue und Niederdünzebach mussten sich Autos, Lastwagen und landwirtschaftliche Maschinen beim Vorbeifahren gut arrangieren. Foto: Stück

Grebendorf/Aue. Ein Aufatmen geht durch das Werratal. Sowohl in Grebendorf und Schwebda als auch in Aue, Niederdünzebach, Wanfried und Teilen von Eschwege ist die Erleichterung über das Ende der Umleitungsstrecke spürbar.

Das sagen die Anwohner

„Wir sind froh, dass diese zwei Wochen rum sind“, sagt Thomas Bachmann. Der 46-Jährige wohnt mit seiner Familie am Ortseingang von Aue und hat die Verkehrserhöhung hautnah mitbekommen. „Wenn so ein 40-Tonner in den Ort hereinfährt, wackeln die Wände.“ Parkende Autos hätten zur Geschwindigkeitsreduzierung auf der geraden Hauptstraße durch den Ort beigetragen. Erschwerend hinzugekommen sei die Erntezeit. „Wenn LKW und Schlepper sich begegneten, ist es eng geworden“, sagt Bachmann. Dementsprechend sehe auch die schmale Landstraße aus.

Harald Nolte wohnt an der Eschweger Gartenstraße und ist ein hohes Verkehrsaufkommen am östlichen Ortseingang der Stadt gewohnt. „Die Häufung der Lastwagen in den vergangenen zwei Wochen war aber extrem“, sagt Nolte. Kein Fenster hätte man mehr auflassen können. Er hatte das Gefühl, die Fahrweise sei rücksichtsloser als sonst gewesen. Außerdem vermisste er Geschwindigkeitskontrollen in dieser Zeit.

In Grebendorf hatten sich Spaziergänger beschwert, dass manche Autofahrer die Feldwege zwischen Schwebda und Grebendorf trotz Verbots als Abkürzung benutzt hatten. „Für die gewerbliche Nutzung haben wir Ausnahmen zugelassen“, erklärt Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill.

Das sagen die Geschäftsleute

Besonders betroffen waren die Firmen im Gewerbepark Meinhard an der Schindersgasse bei Grebendorf. Von Umsatzeinbußen im Spritgeschäft von bis zu 50 Prozent spricht der Betreiber Michael Heizmann. Er hat aus der Not eine Tugend gemacht und seine Zapfsäulen in der kundenarmen Zeit ausgetauscht. Außerdem profitierte er in der vergangenen Woche vom sonnigen Wetter. „Unsere Kunden sind zum Autowaschen trotzdem gekommen“, sagt Heizmann.

Björn Hollerbuhl vom gleichnamigen Gartencenter hat die Zahlen der vergangenen zwei Wochen mit dem Vorjahr verglichen. 40 Prozent weniger hat er bei gleichen Öffnungszeiten eingenommen. Wie die anderen Geschäftsinhaber in dem Gewerbegebiet ist er froh, dass die Baufirmen die geplante Zeit eingehalten haben.

Das sagt Hessen Mobil

Die Arbeiten seien genau nach Zeitplan verlaufen, sagt Joachim Schmidt von Hessen Mobil. Die Vollsperrung werde voraussichtlich am späten Freitagnachmittag aufgehoben. „Ab Montag erfolgen noch Arbeiten an den Nebenanlagen, wie Schutzplankenerneuerung und Bankettanpassungen.“ Dafür müsse die Straße noch mal zwei bis drei Werktage, maximal eine Woche halbseitig gesperrt werden. Eine Ampel regelt den Verkehr. Nach dem Ende der Arbeiten wird die Umleitungsstrecke zwischen Wanfried und begutachtet und anschließend saniert.

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