Geeigneter Platz ist gefunden

Waldkita soll in Wanderheim: Initiatoren des Naturkindergartens wollen im August starten

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Der Werratalverein Eschwege, der das Wanderheim Siechenborn unterhalb von Neuerode betreibt, kann sich das Haus gut als künftigen Waldkindergarten vorstellen– das allerdings hängt von rechtlichen Dingen ab. 

Grebendorf – Der von dem Verein „Zukunftsschmiede“ geplante Waldkindergarten für Eschwege und die benachbarten Gemeinden soll nach den Vorstellungen der Initiatoren bereits zum 1. August dieses Jahres seinen Betrieb aufnehmen.

Ein geeigneter Platz wurde in der Gemeinde Meinhard inzwischen gefunden.

„Momentan haben wir 15 Voranmeldungen aus den Gemeinden Eschwege, Meinhard, Berkatal, Meißner und Bad Sooden-Allendorf“, berichtet Anna Grochtmann vom Verein. Das zeige, wie groß das Interesse der Eltern an einem naturpädagogisch orientierten Kindergarten sei.

Nach Auskunft von Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill soll das Wanderheim Siechenborn an der Gemarkungsgrenze zwischen Grebendorf und Neuerode das neue Domizil werden. Der Werratalverein Eschwege, der das Wanderheim betreibt, ist bereit, es der Nutzung als Kindergarten zur Verfügung zu stellen. „Von uns aus können wir uns das gut vorstellen, es müssen aber vorher noch rechtliche Dinge geprüft werden“, sagt der Vorsitzende Heinz-Jürgen Gathmann.

Auch die Gemeinde Meinhard signalisiert Unterstützung. „Wir würden das Waldkindergartenprojekt sehr begrüßen“, sagt Brill. Zumal die Kitas in Meinhard voll sind und weitere Kitaplätze dringend benötigt werden. „Wir haben an alle Eltern im Meinharder Einzugsbereich Briefe verschickt, ob sie Interesse an einem Platz im Waldkindergarten haben.“ Man rechne demnächst mit den ersten Rückläufen.

Die Hauptinitiatoren des geplanten Waldkindergartens, der möglicherweise noch in diesem Jahr in der Gemeinde Meinhard öffnet: (von links) Helge Bartels, Anna Grochtmann und Franziska Schellenberg.

Den Zeitplan hält Brill für zu eng, denn entscheidend sei, dass „die Stadt Eschwege mit ins Boot kommt.“ Auch die hat nach Aussage von Franziska Schellenberg, eine der Initiatorinnen des Projektes, ihr Interesse signalisiert. Allerdings müsse die Entscheidung noch durch alle Gremien, was vor der anstehenden Sommerpause kaum zu schaffen ist.

Der Waldkindergarten soll und muss als interkommunales Projekt angelegt werden, damit die Kitaplätze nicht für Kinder aus einer Kommune beschränkt sind. „Dafür“, so Brill, „muss eine interkommunale Vereinbarung getroffen werden.“ Er geht von Betriebskosten von rund 100 000 Euro im Jahr aus. Käme es zu einer interkommunalen Vereinbarung, könnten die Kommune aus denen die Kinder kommen, die je 136 Euro, die das Land pro Kitaplatz für die Drei- bis Sechsjährigen zahlt, an den Verein geben.

Weitere Gespräche, so Franziska Schellenberg, mit den Bürgermeistern von Meißner und Wanfried seien bereits vereinbart.

Anmeldungen für einen Kitaplatz werden noch bis zum 15. Juli entgegengenommen. Das Formular findet sich unter freie-schule-eschwege.de/anmeldungen-fuer-den-naturkindergarten-der-zukunftsschmiede-ev-jetzt/

Eine Infoveranstaltung für Interessierte gibt es am Samstag, 29. Juni, im Nestwerk Eltmannshausen, Im Oberland 22. Um Anmeldung unter Kontakt@zukunftsschmiede-ev.de wird gebeten.

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