Siechenborn ist begehrt 

Wanderheim Siechenborn bei Grebendorf wird nur Vereinen angeboten

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Idyllisch: Das Wanderheim Siechenborn steht mitten im Wald. Verkauft werden soll es nur an einen Verein.

Aus ganz Deutschland interessieren sich verschiedene Vereine für das zum Verkauf stehende Wanderheim Siechenborn im Wald oberhalb von Grebendorf. Das bestätigt Christof Möller von Sparkassen-Immobilien, der das Wanderheim im Auftrag des Werratalvereins Eschwege an den Mann bringen soll.

„Die Resonanz ist bisher sehr gut“, sagt Möller.

Seit kurzer Zeit wird das idyllisch gelegene Haus auf verschiedenen Immobilienportalen wie Ebay-Kleinanzeigen, Immowelt und Immonetz sowie bei der Sparkasse selbst angeboten. Dort wird die Immobilie mit ausgesprochen blumigen Worten gepriesen, wie: „Das Vereinshaus befindet sich mitten im Wald und verzaubert durch seine tolle Lage und seinen einzigartigen Charme“, oder: „Euer gemeinsamer Platz für eure gemeinsame Leidenschaft!“. An rein private Kaufinteressenten richtet sich das Angebot der Sparkasse aber dafür nicht mehr. „Dafür sind die Brandschutzauflagen viel zu hoch“, sagt Möller. Die 30 000 Liter Löschwasser, die bereits im vorigen Jahr im Gespräch waren, hätten nur für den Betrieb des Kindergartens gegolten. Eine Waldkindergarteninitiative hatte sich für das Haus als Mieter interessiert. „Bei einer privaten Nutzung wie zum Beispiel als Ferienhaus wären die Auflagen des Brandschutzes noch mal deutlich höher“, erklärt der Immobilienexperte.

Bauamt des Kreises

Die Interessenten, die sich bisher gemeldet haben, seien zunächst zur Klärung der Auflagen alle an das Bauamt des Kreises verwiesen worden, um zu prüfen, inwiefern sich ihre Vorstellungen dort tatsächlich verwirklichen lassen. Denn das Haus im Wald, das der Wanderverein dort 1945 bauen ließ, hat 16 000 Quadratmeter Land über Erbbaupacht, das Gebäude selbst verfügt über eine Fläche von 215 Quadratmetern. Dafür gibt es aber keinen direkten Wasseranschluss, zum Gelände gehört allerdings eine intakte Quelle.

Dass der Werratalverein das Wanderheim bisher ohne weitere Auflagen für Vereinstreffen, Begegnungen mit anderen Wandervereinen und zur Vermietung an befreundete Vereine nutzen durfte, ist dem Bestandsschutz geschuldet.

Verkauf in Mitgliederversammlung beschlossen

Der Werratalverein Eschwege hatte den Verkauf des Hauses zu Beginn des Jahres in seiner Mitgliederversammlung beschlossen, vor allem, weil die älter werdenden Mitglieder die Bewirtschaftung des Hauses nur noch mit Mühen leisten konnten. „Sobald es Interessenten gibt, werden wir sehen, ob uns der Preis gefällt und dann muss die Mitgliederversammlung entscheiden“, so der Vereinsvorsitzende Heinz-Jürgen Gathmann. Siechenborn wird aktuell für 65 000 Euro angeboten.

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