Meinhard stellt 70 geplante Projekte für die Dorferneuerung vor

Wunderschöne Natur: Geplant ist ein Wanderweg rund um die Gemeinde Meinhard, der alle Ortsteile verbindet. Diese Aufnahme hat unser Leser Klaus Scholz im Herbst auf der Gobert gemacht. Foto: Scholz/nh

Grebendorf. Die Dorferneuerung in Meinhard geht in die heiße Phase: Erstes Projekt wird der Meinhardweg, ein Wanderweg, der künftig alle Ortsteile verbinden soll. Insgesamt sind rund 70 Projekte geplant, darunter kostenintensive wie die Sanierung der Weinberghalle und weniger teure wie ortsübergreifende Veranstaltungen oder ein Dorfladen in den Räumen der Bürgerhäuser

. „Wir werden erst einmal mit den nicht so kostenintensiven Projekten starten“, sagte Bürgermeister Gerhold Brill vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage.

Die Grundlage für die kommunale Förderung in Meinhard wurde in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Bürgern diskutiert: Unter der Federführung des Büro Architektur und Städtebau Bankert, Linker & Hupfeld, Kassel, wurde ein integriertes Entwicklungskonzept (IKEK) erarbeitet. Zusammen mit Martina Freese vom Stab Demografie, Dorf- und Regionalentwicklung beim Werra-Meißner-Kreis, stellten Uschi Bankert und Patricia Kuhr neben der Entwicklung des Konzeptes auch die erarbeiteten Projektansätze und das weitere Vorgehen hinsichtlich einer möglichen Finanzierung vor. „Die Bürger sollen aktiv mitbestimmen, was in den nächsten Jahren bis 2022 in ihren Dörfern umgesetzt werden kann und soll“, so ein Leitmotiv von IKEK.

„Ziel des IKEK ist zum einen, strategische Aussagen über die zukünftige Entwicklung einer Kommune zu treffen. Dabei werden die gesamtkommunale und die lokale Ebene parallel betrachtet und Schwerpunkte sowie konkrete Projekte benannt“, so Planerin Uschi Bankert.

Zum anderen wird im IKEK eine fundierte inhaltliche Grundlage für die Förderung im Rahmen der Dorfentwicklung erarbeitet. Dies betrifft Themen wie die öffentliche und private Daseinsvorsorge, die technische Infrastruktur oder die Stärkung der Innenentwicklung der Dörfer/Ortsteile, des Ortsbildes und der Baukultur. Das IKEK dient dabei als Grundlage und zur Abstimmung bei der Mittelbeantragung in verschiedenen Förderprogrammen.“

Bürgermeister Gerhold Brill sprach in seinen Einführungsworten die Hoffnung aus, dass die Projekte „zeigen, dass die Bürger bereit sind, Meinhard in Zukunft voranzubringen“ und das Programm mit Leben erfüllt wird, „damit wir 2022 sagen können, wir haben Meinhard vorangebracht“. Über allem steht aber der Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Es sind die Finanzen, die bei der kommunalen Projektierung den Ausschlag geben.

Von Dieter Möller

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