Werratalsee: Platz am Strand für Hunde und FKK

Geht mit vielen Ideen ans Werk: Rainer Klippert vom Naturcamp Meinhard bewirtschaftet seit diesem Jahr das gesamte Ostufer. An dem beliebtem Strand sollen unter anderem ein FKK-Bereich und ein Hundestrand entstehen. Archivfoto: Rissmann

Schwebda. Mit Beginn des Jahres hat der Verein „Werratalsee-Naturcamp-Meinhard“ die Bewirtschaftung am gesamten Ostufer des Werratalsees übernommen. Der zunächst für zwei Jahre geschlossenen Vertrag zwischen dem Verein und der Gemeinde Meinhard umfasst die Bewirtschaftung des Parkplatzes, des Strandes und des Kiosk.

Doch der Verein steht bei diesem Projekt jetzt vor größeren Herausforderungen. Denn kaum war der Betreiberwechsel im Januar offiziell, kündigten die Stadt Eschwege und das Gesundheitsamt des Kreises ein mögliches Badeverbot für das Südufer des Werratalsee für die Saison 2018 an. Das könnte 2019 auch auf das Ostufer ausgeweitet werden. Der Grund: hohe Keimbelastung durch Kot von Wildgänsen, die den Werratalsee zu ihrem Revier erklärt haben. Die Gemeinde Meinhard hat bereits entschieden, dass sie keine Mittel mehr in die Gesundung des Werratalsees investieren will.

„Eine der wenigen Möglichkeiten, den See ohne größeren finanziellen Einsatz als Badesee zu erhalten, erfordert, dort für möglichst hohe Aktivität zu sorgen“, sagt Rainer Klippert vom Naturcamp.

Dazu hat er sich als neuer Bewirtschafter des Ostufers Schritte überlegt, die zu einem die Attraktivität des Ostufers für Besucher erhöhen und zugleich Wildgänse verringern sollen. Denn die sind neben den Cyanobakterien, die im Sommer zu gesundheitsgefährdenden Wasserwerten führen, ein wesentlicher Bestandteil des Problems. Klippert schätzt die Population am See auf zirka 2000 Tiere. „Das macht täglich zirka 600 Kilo Kot, die im See landen.“

Zu den Dingen, die sich mit beginn der Saison 2018 verändern sollen, gehört der Rasen. So soll die Wiese des Strandes nicht mehr auf englische Länge gekürzt werden. „Wir wollen das Gras so wachsen lassen, dass es für Menschen noch angenehm ist, aber die Gänse fernhält“, sagt Klippert. Die Tiere meiden hohes Gras.

Weiterhin soll ein Teil des Ostufers ab diesem Jahr auch als Hundestrand freigegeben werden. Hundekot-Tütenspender hat der Verein gebaut und angebracht.

Ab Mai dieses Jahres soll in einem Teilstück des Ostufers FKK möglich sein, dieser Bereich soll als solcher auch ausgewiesen werden.

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