Wiedereröffnung: Neue Klamotte-Wirtin liebt es, hinter dem Tresen zu stehen

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Ihr Lieblingsplatz ist hinterm Tresen: Jessica Waldmann (33) aus Eschwege eröffnet am Freitag die Grebendorfer Kultkneipe „Klamotte“ an der Oberen Dorfstraße wieder – es gibt Gegrilltes und Musik zum Einstand. 

Grebendorf. Für die Grebendorfer Kult-Kneipe Klamotte hat sich eine neue Wirtin gefunden. Nach zwei Monaten Renovierung eröffnet Jessi Waldmann am Freitag die Klamotte 2.0.

Sie liebt es, hinterm Tresen zu stehen. „Deshalb bleibt die Klamotte auch eine Bierkneipe und wird kein Schickimicki-Restaurant“, sagt Jessica Waldmann, gern „Jessi“ genannt. Am kommenden Freitag wird die 33-Jährige die ehemalige Grebendorfer Kultkneipe „Klamotte“ an der Oberen Dorfstraße als Pächterin nach nur zwei Monaten Schließzeit wieder eröffnen. Dann schmeißt sie zwei Grills an, dreht die Musik auf und lässt die Leuchtbergfanfaren aufspielen. „Da müssen sich die Grebendörfer nicht umgewöhnen“, sagt Jessica Waldmann.

Die zierliche, resolute Eschwegerin brauchte nicht lange für ihre Entscheidung, die „Klamotte“ zu pachten und damit ihren Schritt in die Eigenständigkeit zu wagen. Am 1. Juli sah sie auf Facebook den Aufruf, dass für die Kneipe ein Pächter gesucht wird, am 3. Juli „wollte ich eigentlich nur mal gucken“ und zwei Tage später stand ihre Entscheidung. „Ich nehm ja immer alles gleich mit nach Hause, wenn ich eigentlich nur gucken möchte, aber eine ganze Gaststätte war bisher nicht dabei“, lacht sie.

Jessica Waldmann ist gelernte Restaurantfachfrau, hat bei „Ab und Zu“ in Reichensachsen ihre Ausbildung gemacht und war in den vergangenen 14 Jahren ein Teil der Identität des „Ab und Zu“.

Die „Klamotte“, die bis Ende Juni von Matthias Mengel geführt wurde, will sie etwas „moderner“ machen. Doch mit den beiden Bayern-Fan-Clubs „Stern des Südens“ und „Bayernfront Frieda“ , die sich hier regelmäßig trafen, ist sie sich einig geworden. „Die wollen alle wieder herkommen.“ Und auch die in Grebendorf geschätzte Tradition des Freitags-Grillens wird sie fortsetzen. Allerdings sollen Bratwurst und Steak ergänzt werden durch regionale Wildprodukte und wechselnde Specials. Auch ohne Freitag bietet sie eine kleine Speisekarte an mit drei Schnitzelgerichten, geräucherter Bratwurst und Brotzeiten. Sie und ihre Bedienung kochen abwechselnd, Hilfe bekommt Jessica Waldmann zusätzlich von ihrer Familie.

Der Tresen bleibt ihr Reich, und auch hier wird es Neues geben: Neben Eschweger Pils und Weizen schenkt sie Diebels Alt und Apfelwein vom Fass aus.

Geöffnet hat die neue „Klamotte“ künftig schon ab  14. 30 Uhr; Zapfenstreich soll um 0.30 Uhr sein. Und damit sich die Grebendorfer auch in puncto Öffnungszeiten nicht mit zu vielen Änderungen konfrontiert sehen, bleibt die „Klamotte“ dienstags zu.

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