Willi und sein Windsor: Gnadenbrot für einen 32 Jahre alten Wallach in Schwebda

Beim Besuch auf dem Rittergut in Schwebda, wo der 32-jährige Windsor das Gnadenbrot bekommt, findet Pferdebesitzer Wilfried Leinhos die Unterstützung der zehnjährigen Elisa Heitzenröder.
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Beim Besuch auf dem Rittergut in Schwebda, wo der 32-jährige Windsor das Gnadenbrot bekommt, findet Pferdebesitzer Wilfried Leinhos die Unterstützung der zehnjährigen Elisa Heitzenröder.

Wilfried Leinhos aus Niederdünzebach gönnt seinem selbst gezüchteten Pferd Windsor nach 32 Jahren das Gnadenbrot auf dem Rittergut in Schwebda.

Niederdünzebach/Schwebda - Er ist verhältnismäßig spät zum Reiten gekommen. Wilfried Leinhos aus Niederdünzebach war schon 20 Jahre, als sich seine große Liebe zu den Pferden entwickelte. Aber sie hält auch 52 Jahre später noch an.

Ehefrau Christel schließt sich da an, sie nennt Windsor liebevoll „den alten Herrn“, denn der ist stolze 32 Jahre alt. Es gibt einen bekannten Trinkspruch, der beginnt mit dem Satz: „Mit 30 Jahren stirbt ein Pferd, das niemals ein Glas Bier geleert.“ Der ist für Windsor allerdings Makulatur, denn er hat am 2. Mai dieses Jahres seinen 32. Geburtstag auf der Weide und in der Box des Rittergutes in Schwebda gefeiert.

„Windsor ist wirklich eine große Ausnahme, ich hatte mehrere Pferde, die sind aber nur 13, 17 und 20 Jahre alt geworden“, sieht Wilfried Leinhos einen wichtigen Faktor in der Nahrung: „Gesundes Futter und immer sauberes Wasser zum Trinken sind Bestandteile für die Gesundheit sowie für ein gutes Pferdeleben“, erklärt der 72-jährige Besitzer, dass Windsor im Herbst und im Winter auch mal zur Verfeinerung ein dunkles Bier bekommt und dass er selbst auch hin und wieder Futter zu Hause selbst zusammenmischt und dem Verwalter des Rittergutes zur Verfügung stellt.

„Ansonsten genießt unser Pferd die Vollpension in Schwebda, allerdings lasse ich mir zwei- oder auch dreimal in der Woche den Besuch nicht nehmen“, spricht der Besitzer noch ein weiteres für ihn wichtiges Thema an. „Na ja, weil er ein so braver Kerl ist, der noch immer reichlich Temperament ausstrahlt, bekommt er auch mal eine Belohnung in Form eines Apfels, einer Banane oder gar eines Eukalyptusbonbons“, gibt Wilfried Leinhos an diesem Tag das Leckerchen der kleinen Elisa Heitzenröder, die Windsor mit großer Freude bedient. „Ich bin oft hier auf dem Rittergut und schaue nach den Pferden, die hier in den Stallboxen oder auf den riesigen Weiden stehen“, ist dem Mädel sofort anzumerken, dass sie die ästhetischen Vierbeiner sehr gerne mag. „Als kleine Anerkennung für das Interesse meinerseits darf ich des Öfteren auf dem Rücken eines Pferdes sitzen“, schwärmt die zehnjährige Tierliebhaberin begeistert.

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