Gemeindevertreter Meinhard lassen Vereinseuro nochmal im Ausschuss beraten

„Wir haben es eben verbockt“

Matthias Mengel

Frieda. „Wir haben es verbockt und müssen nun die Chance nutzen zum Nachbessern.“ Deutliche Worte fand Matthias Mengel, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Meinhard, während der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend in der Weinberghalle Frieda. Er zielt mit seiner Kritik auf die missliche Umsetzung zur Einführung des Vereinseuros ab, betont aber, dass die Gemeinde lediglich den Schutzschirmvertrag umsetze.

Zudem könnte der Vereinseuro laut Mengel für die Vereine auch eine gute Lösung sein, denn die Kommunalaufsicht im Regierungspräsidium Kassel könnte noch strengere Auflagen zum Defizitabbau machen und dann könnten die finanziellen Auswirkungen für die Vereine noch erheblich folgenreicher sein. Der Grundgedanke des Beitrages sei nicht schlecht, lediglich die Umsetzung hatte handwerkliche Fehler: „Wo der zarte Pinselstrich notwendig gewesen wäre, wurde mit der Deckenbürste gemalert.“ Mengel wies die Gemeindevertreter aber auch noch einmal darauf hin, dass sie alle mit dem Haushalt 2013 auch für den Vereinseuro abgestimmt hätten.

„Wo der zarte Pinselstrich notwendig gewesen wäre, wurde mit der Deckenbürste gemalert.“

Matthias Mengel

Dem widersprach direkt der Vorsitzende der FDP/ÜWG-Fraktion, Helmut Wagner: „Meine Fraktion hat 2013 nicht für den Haushalt gestimmt.“ Wagner sieht noch einigen Klärungsbedarf beim Vereinseuro und wünscht sich einen stärkeren Einbezug der Ortsteile.

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Karsten Degenhardt, hingegen begrüßt, dass nun endlich gemeinsam mit dem Bürger und Vereinen über Einsparmöglichkeiten gesprochen wird: „Wenn alle an einem Strang ziehen, kann auch gespart werden.“

Unter dem Spareinfluss steht auch der Haushaltsentwurf für 2014: Geplant wird mit Einnahmen von 7,76 Millionen und Ausgaben von rund 8,25 Millionen, woraus ein Fehlbetrag von 490 000 Euro resultiert. „Damit liegen wir ganz genau im Abbaupfad“, betonte Giller. Zustande kommt das Ergebnis, immerhin sind es rund 320 000 Euro weniger Defizit als noch im Vorjahr, weil an den Investitionen gespart wurde. „Wir investieren nur in das Notwendigste“, sagte Giller. Insgesamt sieht der Investitionsplan Ausgaben von 377 000 Euro vor, im vergangenem Haushaltsjahr waren das noch rund 1,8 Millionen. Der Haushalt 2013 mussten die Meinharder Gemeindevertreter noch einmal überarbeiten, da die erste Fassung von der Kommunalaufsicht nicht genehmigt wurde. Um das zu umgehen, wurde der Haushalt diesmal in enger Abstimmung mit der Kommunalaufsicht erstellt.

Von Diana Rissmann

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