20 000 wollten zum Mohn

Drei Gründe, warum die Germeroder Mohnblüte so erfolgreich ist wie nie

Der Mohn im Sonnenuntergang: Die Blüten hatten sich schon fast wieder geschlossen, als Kai Weishapl aus Eschwege eines der Mohnfelder bei Germerode fotografiert. Mit diesem Bild belegte er den dritten Platz im Foto-Wettbewerb des Naturparks. Foto: Weishapl

Germerode. Das Interesse von Touristen und der heimischen Bevölkerung an den Mohnblütenfeldern bei Meißner-Germerode ist gewachsen. Das berichtet der Naturpark Meißner-Kaufunger Wald, der jetzt eine Bilanz für die Saison 2014 gezogen hat. 20 000 Besucher haben das Blütenmeer im vergangenen Sommer besucht.

1.

Mehr Besucher Die Zahlen wachsen kontinuierlich. Nach vier Jahren am Tourismusmarkt hat sich die Mohnblüte am Meißner auch über die Kreisgrenze hinaus herumgesprochen. „Viele Besucher kamen von weither angereist, um sich die blühenden Felder anzusehen“, sagt Marco Lenarduzzi, Geschäftsführer des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald. Noch nie seien so viele Busgruppen vor Ort gewesen, wie in diesem Jahr.

2.

 Das Komplett-Angebot Viele dieser Gruppen mieteten sich einen oder mehrere Planwagen samt Naturparkführerin, ließen sich über den Mohnanbau informieren und kehrten anschließend in der Mohn-Tenne oder im Meißnerhof zum Mohn-Menü oder Buffet ein. An den drei Blüh-Wochenenden wurde ein breites musikalisches und kulturelles Programm von Blasmusik über Drehorgelklängen bis hin zu Kleinkunst und Jonglage rund um die Mohn-Tenne geboten. Für Familien gab es weitere Angebote wie Pony-Reiten und einen Luftballon-Wettbewerb, den Seline Kirchner aus Wehretal gewonnen hat. Ihr Ballon flog 200 Kilometer weit bis nach Altmark.

3.

 Die Kontinuität Der Erfolg bestärkt die Organisatoren, die blühenden Mohnfelder auch im nächsten Jahr anzubieten. Die Vorbereitungen für die nächste Mohnblüte sind bereits in vollem Gange. Die Felder sind ausgewählt, es wird wieder ein reichhaltiges Programm rund um die Blütezeit wie geführte Wanderungen und Planwagentouren, Familienaktionen, Musik und Kleinkunst geben. Erfahrungsgemäß blüht der Schlafmohn in der Zeit von Ende Juni bis Mitte Juli – je nach Witterung des Frühjahres. Infos gibt es ab Mai 2015 unter Tel. 0 56 51/95 21 25.

Von Tobias Stück

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