HR-Team dreht in Meißners Ortsteil

Wellingerode zum Dollen Dorf der Woche gewählt – Feuerwehrübung simuliert

Wasser marsch: Für das HR-Fernsehteam wurde extra die Handdruckspritze aus dem Jahr 1876 wieder aus dem Schuppen geholt. Die wurde eingesetzt, um eine vermeintlich in Brand geratene alte Linde zu löschen . Fotos:  Wüstefeld

Wellingerode. Die Uhr zeigte 11.45 Uhr, als am Freitagvormittag in Wellingerode die Sirene losging – Feueralarm. Es dauerte nicht lange, als auch schon der Löschtrupp um die Ecke bog, um den Brand in der über 400 Jahre alten Linde beim Friedhof im Keim zu ersticken. Nach nur wenigen Minuten gab es jedoch ein Problem: Das Wasser war alle. „Kein Problem“, war plötzlich zu hören, „wir haben genug im Kasten.“

Denn tatsächlich gebrannt hat der Baum nicht: Die Darstellung einer Löschaktion war Teil des Drehs, der am Freitag in Wellingerode stattgefunden hat. Zu Gast war ein Team der Hessenschau, das die Besonderheiten des Meißner Ortsteils hervorheben möchte – denn Wellingerode ist am Donnerstagabend zum Dollen Dorf der Woche gewählt worden.

„Ich habe das erst gar nicht mitbekommen“, gibt Ortsvorsteher Armin Eichelkraut zu und lächelt. Erst seine Nachbarin habe ihn am Abend darauf angesprochen, da war schon knapp ein Drittel des 137-Einwohner-starken Dorfes auf dem Weg zum Dorfgemeinschaftshaus, um zusammen mit dem Team des HR-Fernsehens den Drehtag zu besprechen. „Das war sehr interessant, weil die richtig guten Sachen erst angesprochen wurden, als wir schon fast wieder gehen wollten“, erinnert sich das vierköpfige Fernsehteam zurück.

Erfahren haben sie aber dennoch von Wellingerodes Schätzen: dem selbstgebauten, fahrbaren Toilettenhäuschen, das bei Festen aufgestellt wird, dem einen Haus an der Hauptstraße, dessen Giebel nicht wie bei allen anderen zur Straßenseite zeigt und dem Weihnachtsmarkt sowie den vielen Krippen, für die das Dorf bekannt ist.

Gefilmt wurde auch der Einsatz der Handdruckspritze aus dem Jahr 1876, als mit deren Hilfe das vermeintliche Feuer in der alten Linde gelöscht wurde. Die sorgte auch gleich für eine Abkühlung der Umstehenden: Der Wind war so stark, dass selbst das Wasser weggeweht wurde – direkt in Richtung des Kamerateams und der Feuerwehrleute.

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