Übung auf Risikoreichem Gelände 

Alarmübung an Deponie Weidenhausen - Üben für den Notfall

Alarmübung Deponie Weidenhausen
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Bergen Verletzte nach Feuer auf der Mülldeponie 

Die Feuerwehren der Gemeinde Meißner haben auf dem risikoreichen Gelände der Mülldeponie Weidenehausen den Ernstfall geprobt und geübt. 

Weidenhausen. 70 Einsatzkräfte, sieben Opfer, sechs Szenarien, drei Einsatzorte und viele Liter Blut: Dieses Rezept für eine der umfangreichsten Alarmübungen des Werra-Meißner-Kreises möchte niemand in der Realität antreffen. Samstagnachmittag probten die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Meißner diesen Einsatz auf dem großen und risikoreichen Gelände der Kreismülldeponie Weidenhausen, um auf alle Situationen vorbereitet zu sein.

Fokus lag auf Koordination 

„Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit der Abarbeitung der Aufgaben“, resümiert Manfred Felmeden, Gemeindebrandinspektor. Fokus dieser Alarmübung war die Koordination der Einsatzabteilungen und die Kommunikation der Einsatzkräfte, da diese sich bei den jeweiligen Einsatzorten unterstützen mussten. Begleitet wurden die sechs Feuerwehren von sechs Sanitätern und Darstellern des Deutschen Roten Kreuzes, welche die Szenerie realistisch gestalteten und gleichzeitig die Absprachen mit den Feuerwehrleuten übten.

Rauchentwicklung bei Firma Fehr

Die Feuerwehren aus Weidenhausen und Wellingerode widmeten sich unter Leitung von Marcel Göttfert einer starken Rauchentwicklung im Hauptgebäude der Firma Fehr; dabei wurden vermisste Personen gerettet und eine bewusstlose aus der Werkstattgrube befreit. Die Freiwillige Feuerwehr Abterode unter Leitung von Benedikt Kuntke wurde mit einer sehr emotionalen Situation konfrontiert: An der Entladeplattform ist ein Kleinkind in den schmalen Spalt zwischen Container und Plattform gefallen.

Container weggezogen 

Mittels Greifzug und hydraulischem Zylinder wurde der Container weggezogen, wobei zuerst das Einsatzfahrzeug am anderen Ende des Greifzugs nachgab. „Wir haben das Problem gelöst, indem wir das Ganze mit einer losen Rolle überbrücken“, erklärt Felmeden die Lösung des Problems.

Brand in Verladehalle gelöscht

In den Verladehallen löschten die Wehren aus Germerode, Wolfterode und Vockerode mit Jens Thomas als Abschnittsleiter einen Brand und unterstützen das DRK gleichzeitig bei einer blutigen Aufgabe: Während eines Sturzes ist eine junge Dame mit dem Oberkörper auf eine lange Schraube gefallen.

Zu wenig über Gelände gewusst

Bereiten die Schläuche für den Einsatz vor: Einsatzkräfte der Feuerwehr bei der Alarmübung auf der Mülldeponie.

„Wir haben viel zu wenig über das Gelände gewusst“, betont Norbert Junghans, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, die Bedeutung dieser Übung. Angestoßen wurde die Idee von Marco Diegel, dem neuen Betriebsleiter der Deponie: „Im Zuge meiner Übernahme der Leitung haben wir alle Maßnahmen überprüft und festgestellt, dass ein paar Auffrischungen nötig sind“. Zuvor wurden den gesamten Tag über Brand- und Arbeitsschutzunterweisungen durchgeführt. Um auch nach Betriebsschluss in Notfällen agieren zu können, besitzt die Feuerwehr Schlüssel für das Hoftor. (lsc)

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