Analyse: Viel privates Engagement in Meißner

Constanze Wüstefeld über das Leben in der Gemeinde Meißner

Abterode. Die Analyse zur politischen Lage in Meißner kommt von der zuständigen WR-Redakteurin Constanze Wüstefeld.

Wie auch viele andere Gemeinden im Kreis ist der Handlungsspielraum in Meißner durch den Schutzschirm begrenzt gewesen. Der geforderte Haushaltsausgleich machte zudem einige Erhöhungen von Steuern und Hebesätzen nötig. Dass die von den Parlamentariern eher mit einem Zähneknirschen als mit Freude beschlossen wurden, ist klar.

Lethargie kann man dem Parlament dennoch nicht vorwerfen: Teils anregende Diskussionen führen dazu, dass man nach möglichst optimalen Lösungen sucht - die in einigen Fällen allerdings noch gefunden werden müssen, etwa, wenn es um die Bepflanzung des Deponiegeländes in Weidenhausen geht. Dem Kreis ein Versprechen abzuluchsen, reicht hier nicht.

Lebenswert machen die Gemeinde Meißner vor allem die vielen Ehrenamtlichen, die sich für ihre Orte einsetzen. Die Erfindung des Scheesen-Cups in Wolfterode ist so ein Event, das den Zusammenhalt fördert, ebenso wie das Engagement in Germerode, trotz einer finanziell schwierigen Lage etwas bewegen zu können - der Lebensmittelmarkt spricht dafür. Aber auch in den anderen Ortsteilen gibt es viele treibende Kräfte - das ist ehrenwert. cow@werra-rundschau.de

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