Auf die Bürger kommt es an

Zwischenstand: Dorfentwicklungsprogramm in der Gemeinde Meißner

Ein Mohnblütenfeld steht vor einem Sonnenuntergang.
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Die Mohnblüte gehört zu den touristischen Attraktionen der Gemeinde Meißner. Im Zuge der Dorfentwicklung geht es nun auch darum, das Tourismusangebot weiter zu optimieren.

Bereits im vergangenen Jahr ist die Gemeinde Meißner in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen worden. Seit Januar wird mit Unterstützung des Fachbüros „Arde Dorfentwicklung“ nun dazu das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (kurz: Ikek) erarbeitet.

Meißner - In diesem Prozess ist eine umfangreiche Beteiligung der Bürger notwendig, um die Stärken und Schwächen der Gemeinde herauszuarbeiten und daraus konkrete Vorhaben für Meißner abzuleiten. Wir blicken auf die bisherigen Ergebnisse und auf das, was in Zukunft noch bevorsteht. Ende Juni fanden bereits sogenannte Zukunftswerkstätten statt, die sich mit den einzelnen Ortsteilen befassten. Für Alberode, Wellingerode und Wolfterode wurden dabei unter anderem folgende Themenschwerpunkte erarbeitet: Nutzungs- und Betreuungskonzept der Jugendräume, Entlastung der Vereine, Erneuerung des Dorfgemeinschaftshauses Wolfterode, die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs, die Gestaltung der Dorfanger mit Wiedererkennungswert, die Radwege-Anbindung und eine einheitliche Beschilderung von Besonderheiten und Wanderwegen.

Für Germerode und Vockerode wurden unter anderem der Erhalt der medizinischen Versorgung, die Beseitigung von Leerstand, ein Verkehrskonzept für Schwerlast-Transporte, ein Konzept für die Jugendräume und ein Jugendpfleger als Ansprechpartner als einige der Ideen herausgearbeitet.

In Abterode und Weidenhausen waren die bestimmenden Themen unter anderem die Integration von neuen Bürgern, die Umnutzung von Gebäuden, mögliche Verkehrsberuhigung und eine nachhaltige und zukunftsfähige Grünflächenpflege.

Ortsübergreifender Handlungsbedarf wird unter anderem bei dem Angebot für Jugendliche, der Mobilität, dem Erhalt und der Weiterentwicklung der Grundversorgung und der Weiterentwicklung von Freizeit- und Erholungseinrichtungen gesehen.

Das Kloster in Germerode wurde schon häufiger als Veranstaltungsort genutzt.

Im Zuge des Ikek kommt es laut Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans nun darauf an, dass sich die Bewohner der Gemeinde weiter beteiligen und die Vorhaben konkretisiert werden. Es gilt die bisher im Prozess erarbeiteten Ideen weiter zu vertiefen und über die Weiterentwicklung von Projekten zu sprechen. Dafür stehen in den kommenden Wochen ein Forum und mehrere Treffen bestimmter Facharbeitskreise an. Das Bürger-Forum findet am 2. September ab 19 Uhr in der Mehrzweckhalle in Abterode statt. Hier gilt es weiter zu klären, was die Dörfer und was die Gemeinde Meißner benötigen, und um die Entwicklung einer Zukunftsvision für Schwerpunkte in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur, Soziales, Landschaft und Erholung.

Der nächste Facharbeitskreis zum Thema Tourismus findet am 7. September ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Germerode statt. Thematisiert werden sollen die Naherholung, die Wanderwege und die Landschaftsentwicklung.

Im Mehrgenerationenhaus in Weidenhausen wird es am 14. September ab 19 Uhr um das Thema Bausubstanz und Leerstand gehen. Gesprochen wird über den Umgang mit sogenannten Schrottimmobilien und historischer Bausubstanz.

Darüber hinaus wird über die Möglichkeit der finanziellen Förderung für private Hausbesitzer beim Umbau und Sanierung im Rahmen der Dorfentwicklung gesprochen.

In Abterode (22. September, Bürgerraum) und in Germerode (29. September, Dorfgemeinschaftshaus) wird es jeweils um die Wirtschaft und den Verkehr gehen. Themenschwerpunkte sind die Stärkung der Zentren, Verkehrs- und Parkkonzepte sowie die Sicherung der täglichen Versorgung.

Von Maurice Morth

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