Die Nahversorgung ist gesichert

Aufwind betreibt mit Tegut ab 2015 neuen Lebensmittelmarkt in Berkatal

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Nahversorgungszentrum Frankershausen: Bürgermeister Friedel Lenze, der Geschäftsführer von Stellenwert Matthäus Mihm und Uwe Linnenkohl, Vorstand der VR-Bank Werra-Meißner, vor dem neuen Standort.

Frankershausen. Die Lebensmittelversorgung in Berkatal wird auf lange Sicht gesichert sein. Auch nach der Schließung des letzten Edeka-Marktes in Frankershausen wird es ein Konzept für die Zukunft geben.

Um die Nahversorgung sicherzustellen, wird die Stellenwert GmbH in Kooperation mit der Lebensmittelkette Tegut ein integratives Nahversorgungszentrum eröffnen.

Standort wird die Filiale der Volks- und Raiffeisenbank sein. Das Geldinstitut wird sich noch in diesem Jahr aus Frankershausen zurückziehen. Das Konzept des Nahversorgungszentrum wurde in der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend von den Mandatsträgern einstimmig abgesegnet. Die Stellenwert GmbH – Netzwerk für Integration in Arbeit – ist eine gemeinnützige Gesellschaft des Vereins Aufwind, der schwerbehinderten Menschen die Teilhabe an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ermöglicht. Daher wird von den acht bis zehn Teilzeitstellen des Marktes die Hälfte von Menschen mit Handicap besetzt. Stellenwert hat bereits Erfahrung mit kleinen Märkten und betreibt seit 2010 erfolgreich fünf Läden in Gertenbach, Abterode, Datterode, Netra und Eschwege. Der integrative Ansatz des Zentrums spiegelt sich in der Wahl des Standortes wider. Der alte Supermarkt von Ortwin Schindewolf war als neuer Standort nicht geeignet, da er nicht barrierefrei ist. Die VR-Bank-Filiale wird die Gemeinde laut Bürgermeister Friedel Lenze „für nur 10 000 Euro“ der Bank abkaufen. Stellenwert muss laut Geschäftsführer Matthäus Mihm keine Pacht zahlen. Nach den Umbauten in Höhe von 180 000 Euro wird eine barrierefreie Verkausfläche von 220 Quadrametern zur Verfügung stehen. Neben dem Verkauf wird auch ein kleines Café eingerichtet, frische Backwaren und Regionales angeboten und es wird die Möglichkeit geben, Geld abzuheben.

Hintergrund

Die Stellenwert schließt einen Handelsvertretervertrag mit Tegut auf der Vertriebsschiene „Lädchen für Alles“ ab. Laut Tegut ist mit einer Sortimentsgröße von etwa 4000 Artikeln, einem sogenannten Vollsortiment, zu rechnen. Offene Waren, wie etwa in einer Fleisch- oder Käsetheke wird es nicht geben, die Waren werden eingeschweißt allerdings angeboten. Dreimal die Woche wird frisches Gemüse geliefert. Die Preise entsprechen denen in den großen Tegut-Märkten. Stellenwert-Geschäftsführer Mihm erklärt, dass man ganztägige Öffnungszeiten von sieben bis 18 Uhr plane. Am Samstag soll der Markt von sieben bis 13 Uhr geöffnet sein. (mia)

Von Michaela Pflug

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