Freizeiteinrichtung öffnet mit Hygienekonzept

Bergwildpark Meißner wieder geöffnet: Besucher verteilen sich auf dem Areal

Der Wildpark Gemerode ist seit dem vergangenen Wochenende wieder für Groß und Klein geöffnet. 
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Der Wildpark Gemerode ist seit dem vergangenen Wochenende wieder für Groß und Klein geöffnet. 

Raus aus dem Homeoffice, rein in den Wald – und Tiere anschauen. Zahlreiche Besucher nutzten am Muttertag die Gelegenheit zu einem Spaziergang im Wildpark Germerode.

Allerdings kein Vergleich zu den Jahren zuvor, sagen die Gastronomie-Betreiber Vangelis Panou und sein Sohn Kosta. „An Muttertag hatten wir immer Tausende Besucher, heute waren es auf den Tag verteilt rund 500.“ Seit dem vergangenen Donnerstag hat der Park wieder geöffnet. 

Die Tiere

Aber das sind immerhin 500 mehr, als in der vergangenen Woche. Den April über hatten die Tiere den Wildpark ganz für sich allein. „Die eher scheuen Tiere, wie die Mufflons fanden das schön, sie haben sich in dieser Zeit auch mal weiter nach vorn gewagt“, sagt Wolfgang Strick vom Förderverein des Wildparks. „Die Ziegen allerdings haben die Besucher vermisst. Sie lieben es, aus den Futtertüten verwöhnt zu werden.“ Nun können sich die zutraulichen Tiere wieder um die Familien mit Kindern scharen.

Das Hygienekonzept

Aber auch mit der Öffnung ist in Germerode noch nicht wieder alles beim Alten. Zusammen mit der Gemeinde Meißner, der Gastronomie und dem Förderverein wurde ein Hygienekonzept entworfen, sodass eine Ausbreitung des Virus durch zu engen Kontakt vermieden werden soll.

Wie das aussieht, bekommen die Besucher auf dem Weg zur Kasse zu sehen. Hier wurden die Wege so markiert, dass der Zugang nur über Einbahnstraßen läuft. Auch Markierungen für genügend Abstand wurden eingezeichnet. Der Kiosk bietet zurzeit nur einen Imbiss zum Mitnehmen an, wie auch die Würstchenbude. 

„Die meisten Leute sind sehr vernünftig und halten sich an die Regeln“, sagt Kosta Panou. Und wenn sich jemand partout uneinsichtig zeigt und auf diese Weise andere Menschen gefährdet, kann sein Vater auch schon mal etwas energischer in der Ansprache werden. 

Seine Stammgäste lieben den temperamentvollen Wirt und besuchen den Park auch seinetwegen, um ihn zu unterstützen. Dann gibt es eben nur einen Kaffee oder ein Eis „to go“. Aber schön, dass man sich mal wieder gesehen hat.

Die Besucher

Im Wildpark selbst verteilen sich die Besucher im Wald und auf den Wegen und genießen die frische Luft. Grüppchen bleiben unter sich und halten Abstand voneinander. Familie Kecker aus Dieterode in Thüringen hatte sich schon länger vorgenommen, den Park zu besuchen. 

Jetzt wollen sie mit ihren kleinen Kindern endlich mal wieder etwas unternehmen. Tochter Alwina genießt die Interaktion mit den freilaufenden Tieren. Damit diese ebenfalls vor einer Ansteckung geschützt sind – das Virus könnte auch auf Tiere übergehen – sollen diese nicht aus der Hand heraus gefüttert werden.

Vor allem kleinen Kindern ist diese Regel kaum verständlich zu machen, aber Alwina verhält sich vorbildlich und streut den Gänsen das Futter auf die Erde. Familie Zeuner aus Wendershausen war im Herbst zum ersten Mal im Wildpark und wollten nun unbedingt wiederkommen. Tochter Clara findet: „Es ist toll, dass die Tiere hier so frei herumlaufen können und man sie füttern kann.“

Die weitere Öffnung

Am heutigen Dienstag soll der Spielplatz wieder öffnen. Mit dem Abstand ist das bei kleinen Kindern nicht ganz so einfach, Gedanken zur Hygiene hat sich deshalb auch Bürgermeister Friedhelm Junghans gemacht. Denn was, wenn die Zahlen der Infektionen wieder nach oben gehen? „Natürlich fragt man sich manchmal auch, ob das gut gehen kann“, gibt Junghans zu. 

„Aber letztendlich kann man nur versuchen, alle Vorsichts-Maßnahmen bestmöglich umzusetzen.“ Auf dem Spielplatz sei eben auch das Verantwortungsgefühl der Eltern gefragt. Ab dem 15. Mai öffnet die Gastronomie im Außenbereich, und die Panous planen bereits, wie sie die Tische und Sitzgelegenheiten mit viel Abstand aufstellen können. 

Bergwildpark Meißner hat wieder geöffnet 

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