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Björn Franz aus Frankenhain bringt eigenes Musikalbum raus

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Von: Jessica Sippel

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Björnemann: Musiker Björn Franz aus Berkatal-Frankenhain bringt eigenes Musikalbum heraus.
Björnemann: Musiker Björn Franz aus Berkatal-Frankenhain bringt eigenes Musikalbum heraus. © jessica Sippel

Der Musiker Björn Franz alias Björnemann hat jetzt einen eigenen Plattenvertrag bekommen. Für ihn eine große Chance.

Frankenhain – „Mein eig’ner Himmel hat ein buntes Blau.“ Dieses Motto beschreibt Björn Franz alias Björnemann wohl am besten. Und es ist die für den Künstler wichtigste Zeile in dem wichtigsten Liedtext seines ersten eigenen Albums „Niemandsland“. Die Plattenfirma Timezone aus Osnabrück hat den 51-Jährigen nun unter Vertrag genommen. Eine große Chance, wie er findet.

Die Texte schreibt der Musiker aus Frankenhain alle selbst. Lockere Gitarrenklänge paaren sich in zehn Songs mit optimistischen und zugleich melancholisch-tiefgründigen Zeilen, etwa in „Sommerzeit“, „Ohne Sterne ohne Mond“ und „Meine Marilyn“, ein Song, den er für seine Frau geschrieben hat. Man könnte seine Musik in Richtung Rock und Folk verorten. Einem konkreten Genre folgt der Singer-Songwriter aber nicht. „Ich lasse mich nicht gern in eine Schublade stecken“, erklärt der verheiratete Vater vierer Kinder. Ihm ist nur eines wichtig: „Ich möchte den Menschen etwas geben – nicht nur musikalisch auch inhaltlich.“ Die Liebe zur Musik teilt er auch mit seinem Sohn, der sich als der Künstler Joshua Patron bereits einen Namen in der Region gemacht.

Inspiration geben ihm alltägliche Kleinigkeiten

Seine Inspiration schöpft Franz aus alltäglichen Kleinigkeiten, eigenen Gefühlen, historischen Ereignissen aber auch aus großen Musikern wie Johnny Cash, Bruce Springsteen und Billy Joel – und natürlich dem Schauspieler James Dean, dem er sogar ein eigenes Lied gewidmet hat. „Bei einem Konzert von Billy Joel durfte ich einmal mit ihm ins Mikrofon singen“, erinnert er sich mit einem jungenhaften Lächeln. Das Lied damals: „It’s Still Rock And Roll To Me“.

Mit zwölf Jahren nahm Björn Franz damals Gitarrenunterricht beim Gemeindepfarrer in Germerode. Die Musik wurde von da an ein entscheidender Teil seines Lebens. Mit seinem Schulfreund und Schlagzeuger Thomas Schneider gründete er eine Band namens „Street Boys“. So kam der damals 16-Jährige zu ersten Auftritten auf Straßenfesten.

Beruflich zog es ihn nach der Schule zunächst aus dem Kreis hinaus, als er eine Ausbildung bei der Bundespolizei begann. Seinen Schulfreund Thomas Schneider verlor er danach aus den Augen – aber nur vorübergehend. „Nach der Grenzöffnung kündigte ich meinen Job, holte mein Abitur nach und studierte am Hessenkolleg“, erzählt der heutige Lehrer für Deutsch, Geschichte, Politik und Kunst an der Brüder-Grimm-Schule in Eschwege.

Nachdem die Gitarre während des Studiums eher stumm blieb, fand er 2005 erstmals wieder zurück auf die Bühne, als er in der Frankershäuser Kneipe Öx ein Konzert mit Coversongs gab. „Einen Wendepunkt gab es für mich um das Jahr 2014. Seit dem trete ich nur noch mit meinen eigenen Songs auf“, sagt er. „Mit meinen eigenen Songs auf der Bühne bin ich mehr ich selbst. “

Erste Demos 2017 produziert

Im Studio von Sascha Wiegand aus Frieda produzierte er 2017 erste Demos – und die kamen gut an bei der Plattenfirma. Das Album wird an diesem Freitag veröffentlicht. Und auf der Bühne muss Björnemann demnächst nicht allein stehen: Nach 30 Jahren fanden er und sein guter Schulfreund Thomas Schneider per Zufall wieder zusammen. „Das ist so verrückt“, sagt Björn Franz. Und das Schlagzeugspielen hat sein Kumpel auch nicht verlernt. Dazu hat sich noch eine Sängerin gefunden. „Wir suchen noch weitere Leute für die Band, zum Beispiel am Bass.“ Wenn möglich, will Björnemann noch in diesem Jahr eine Tour auf die Beine stellen. (Jessica Sippel)

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