Dorfzentrum Germerode: Kosten steigen um mehr als 20 Prozent

Der Traum: Die ganz große Vision des Vereins ist es, auch den Mitteltrakt zwischen altem Lehrerhaus und dem heutigen Dorfladen umzubauen. Realisiert werden soll aber zunächst einmal der Umbau des Lehrerhauses (linker Teil der Skizze). Die Kosten hierfür sind massiv gestiegen. Foto:  privat

Germerode. Damit hatte wohl keiner gerechnet: Die Kosten für die barrierefreien Wohnungen im Dorfzentrum Germerode, die im ehemaligen Lehrerhaus vom Verein Dorfzenrum Germerode errichtet werden sollen, erhöhen sich um 137 000 Euro.

Statt den einst ermittelten Kosten von 633 000 Euro sollten nun 770 000 Euro fällig werden, teilte Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans am Mittwochabend seinen Gemeindevertretern mit.

Die Gründe 

Verantwortlich dafür seien gleich mehrere Gründe. So sei der einst beauftragte Architekt mittlerweile in den Ruhestand gegangen, ein neuer musste gefunden werden - was angesichts der vollen Terminkalender nicht leicht gewesen sei. Das dann gefundene Ingenieurbüro Rehbein habe die Kosten neu berechnet - und sei wegen der zwischenzeitlich gestiegenen Preise wegen der guten Konjunkturlage zu einem anderen Ergebnis gekommen.

Die neue Finanzierung 

Schon die 633 000 Euro, die einst für die barrierefreien Wohnungen eingeplant gewesen sind, waren ein Kraftakt. Der Verein alleine konnte diese Summe nicht stemmen, die Gemeinde eigentlich auch nicht. Dass sie dennoch Träger des neuen Projektes geworden ist, lag auch daran, dass das Regierungspräsidium trotz Schutzschirmes zugestimmt hat, dass es für diesen Sonderposten eine Ausnahmeregelung gibt. Aufgenommen werden darf so ein Kredit in Höhe von 236 000 Euro - was auch so bleiben wird, versicherte Junghans. „Für die Gemeinde ändert sich nichts.“

Für den Verein aber schon: Dessen Eigenleistungen und -mittel wurden von 50 000 auf gut 92 530 Euro nach oben geschraubt, zudem konnten die Fördermittel aus dem Leader-Programm um 30 000 Euro auf 230 000 Euro erhöht werden. Und auch aus dem Kreisprogramm „Region schafft Zukunft“ kommen zuvor nicht eingeplante 30 000. Die Kosten konnten zudem von 770 000 Euro doch noch auf 740 000 Euro reduziert werden.

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