Ebenerdiger Anbau für Kindergarten in Frankershausen kommt

So könnte er aussehen: der erweiterte Kindergarten der Gemeinde Berkatal in Frankershausen. Der vorn zu sehende Gebäudeteil ist der Anbau. Repro:  Ingenieur- und Planungsbüro Rehbein/ nh

Frankershausen. Einen Wasch- und einen Gruppenraum, einen zweigeteilten Schlafraum sowie einen für Material: Wenn der Kindergarten der Gemeinde Berkatal in Frankershausen erweitert wird, passiert das alles auf einer ebenen Fläche und nicht in die Höhe.

„Vor allem mit Blick auf die Barrierefreiheit ist das schon toll“, zeigt sich Bürgermeister Friedel Lenze begeistert. Am Dienstagabend stellte er die fortgeschrittenen Planungen den Gemeindevertretern vor, die einhellig dafür stimmten, dass der Bauantrag gestellt wird. Im Frühjahr soll dann mit den Arbeiten begonnen werden, „ganz zum neuen Kindergartenjahr ab August werden wir wohl aber nicht fertig sein“, sagt Lenze.

Rund 508 000 Euro haben er und die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung für den Bau veranschlagt; die Innenausstattung ist da noch nicht mit inbegriffen, sodass die Kosten nach derzeitigem Stand wohl letztlich bei 530 000 Euro liegen werden. „Möglicherweise haben wir aber Glück und die jetzige Heizung kann von ihrer Leistung her auch den Anbau mit versorgen, dann würden wir die Kosten für die neue, die jetzt erst einmal eingeplant ist, wieder herausrechnen können.“ Bis auf diesen noch unklaren Posten stehen die anderen aber.

„Dass das nicht ganz günstig ist und im Vergleich zu einer ersten Kostenschätzung, wo wir von 400 000 Euro ausgegangen sind, ist mir bewusst“, sagt Lenze, „aber wenn wir jetzt schon einmal dabei sind, machen wir es auch lieber gleich richtig; zudem sind die Preise bei der derzeitigen Auslastung der Betriebe nun einmal gestiegen.“ 160 000 Euro Zuschuss gebe es voraussichtlich vom Land Hessen, die restlichen 370 000 Euro sollen mit dem Geld, was die Gemeinde Berkatal aus dem Projekt Hessenkasse bekommt, finanziert werden.

Vor gut 25 Jahren war der jetzige Kindergarten in Frankershausen, der alle Kinder aus der Gemeinde aufnimmt, gebaut worden; mittlerweile reicht der verfügbare Platz nicht mehr aus, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Neun Erzieherinnen betreuen derzeit 37 Kinder, die mehr Platz brauchen. „Deshalb bauen wir an.“ Passieren wird das in Richtung Sportplatz über die noch bestehende Aschebahn hinweg. „Da der Sportverein diese in der jetzigen Form aber nicht behalten möchte, ist das kein Problem“, hat sich Lenze zuvor abgesichert.

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